Wolfgang Freye ist OB-Kandidat der Linken

Die lange zerstrittenen Essener Linken bewerten die Einmütigkeit selbst als „Überraschung“: Mit 90 Prozent der Stimmen hat die Mitgliederversammlung den Werkzeugmacher und Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Freye zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 13. September bestimmt. Der 60-Jährige ist seit langem in der Kommunalpolitik aktiv: Er war zehn Jahre Mitglied der Bezirksvertretung Essen-West, fünf Jahre im Rat der Stadt, ist zurzeit Mitglied im Planungsausschuss und Fraktionsvorsitzender der Linken im Regionalverband Ruhr (RVR). Freye, versprach Kreissprecherin Sonja Neuhaus, werde von einer breiten Mehrheit der Partei getragen“. Inhaltlich soll es im Wahlkampf um die Sozialpolitik in Essen gehen, ferner um den öffentlichen Nahverkehr, den Flächenverbrauch und die Bildungspolitik in Essen. Flüchtlinge sollen menschenwürdig leben können und die öffentlichen Betriebe „vorbildlich geführt werden“, heißt es. Wolfgang Freye selbst sieht sich als Alternative für Wähler, „die vom OB enttäuscht sind und im CDU-Kandidaten keine wählbare Alternative sehen“.