Wohnen auf 13,5 Quadratmetern
08.07.2010 | 12:53 Uhr 2010-07-08T12:53:00+0200
Essen.Studentenwohnheime sind begehrt und über das ganze Essener Stadtgebiet verteilt. Die Kosten liegen bei etwa 190 Euro. DerWesten gibt einen Überblick.
Wo ist die verrückteste, abgedrehteste, kreativste, größte, kleinste, liebenswerteste, exklusivste oder heruntergekommenste Wohngemeinschaft der Stadt? Wer wohnt mit Mitte 30 immer noch im „Hotel Mama“ und käme auch gar nicht erst auf die Idee auszuziehen? Bei über 30 000 Studenten an der Uni Duisburg-Essen sollte es doch viele spannende Beispiele für ausgefallenes Wohnen geben. Wir wollen davon erfahren. Erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Kontakt über redaktion.essen@waz.de, Stichwort: Studentisches Wohnen.
Der Beginn eines Studiums ist oft mit der Frage verbunden, „Wo soll ich bloß wohnen?“. Wer sich erst um eine Bleibe kümmert, nachdem er sich an der Uni eingeschrieben hat, kann durchaus in Schwierigkeiten geraten. Besonders, wenn er bezahlbaren Wohnraum sucht. Zu den Klassikern studentischen Wohnens gehört die Unterbringung im Wohnheim. Doch wie sieht das Angebot in Essen aus? Wir haben uns einmal umgesehen.
Wohnen in direkter Campusnähe bietet die „Brücke“, Universitätsstraße 19. Seit 1982 bietet das Wohnheim der Evangelischen Kirche bis zu 183 Studenten ein Obdach. 25 Wohngemeinschaften mit jeweils sechs oder acht Zimmern zu je etwa 13,5 Quadratmetern stehen den Studenten zur Verfügung. Im Schnitt liegen die Zimmerkosten bei etwa 190 Euro monatlich, Nebenkosten bereits inklusive. „Wir haben praktisch keine Leerstände. Die Auslastung liegt bei 99,9 Prozent“, berichtet Ingrid Haun-Frieling, Brücken-Leiterin der ersten Stunde. Wer in der Brücke wohnen möchte, stellt eine Anfrage an die Evangelische Kirche, die diese dann an die Wohngemeinschaften, in denen Plätze frei sind oder werden, weiterleitet. Auch ein Bummel entlang der „Schwarzen Bretter“ auf dem Campus sei eine Option, denn oft informieren die Brücken-Bewohner dort zuerst über freie Zimmer.
„Die Studenten können sich ihre Mitbewohner bei uns selbst aussuchen“, sagt Haun-Frieling. Regelmäßig fänden daher „Castings“ statt, bei denen sich Interessenten den Bewohnern vorstellen können. „Wir freuen uns jedoch über größtmögliche Vielfalt. Es geht uns darum, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen zu bringen“, so Haun-Frieling. Die Einrichtung sei christlich geprägt: Interkultureller Austausch, respektvoller Umgang und soziales Engagement seien daher wichtig.
Die „Brücke“ habe stark von der Aufwertung des Uni-Umfelds profitiert, etwa dem Verschwinden des „Angstraums Brache“ am Berliner Platz, dem Abriss der düsteren Unterführung an der Segerothstraße oder dem neuen Uni-Viertel. „Das bringt eine ganz neue Lebens- und Wohnqualität“, sagt Haun-Frieling.
Ein Vorhaben des Studentenwerks, das momentan fünf Studentenwohnheime in der Stadt betreibt, verspricht weiteres Potenzial für die Aufwertung des Uni-Umfelds: Anfang 2010 erwarb das Studentenwerk ein Grundstück an der Tiegelstraße. Der Wunsch ist es, dort ein neues Wohnheim für bis zu 250 Studenten zu bauen. „Wir müssen näher an den Campus. Einige unserer Wohnheime sind zu weit außerhalb“, sagt Michaela Lempaszak, beim Studentenwerk zuständig für die Wohnheimverwaltung. Optimal, so Lempaszak, sei eine Fertigstellung in 2012, denn dann strömen die doppelten Abiturjahrgänge an die Universitäten.
In den fünf Häusern des Studentenwerks (siehe Fotos) können derzeit bis zu 1260 Studenten wohnen. Im Sommer 2011, wenn die Renovierung des Borbecker Wohnheims, „Veledastraße“ voraussichtlich abgeschlossen sein wird, kommen 140 weitere Plätze hinzu.
Die Nachfrage nach Wohnraum übersteige das Angebot stets um ein Vielfaches. „Frühe Bewerbungen, am Besten bis zu zwei Semester vor dem gewünschten Einzug, sind ratsam. Besonders, wenn jemand wert darauf legt, in ein bestimmtes Wohnheim einzuziehen“, erklärt Lempaszak.
Am begehrtesten seien die zentralen Wohnheime „Auf der Union“ und „Niehusmannskamp“, die „Sommerburgstraße“ sei besonders bei Medizinstudenten beliebt und die eher abgelegenen Häuser in Kray seien vor allem günstig. Die Mietpreise variieren zwischen 190 und 230 Euro. „Böse Überraschungen am Jahresende sind aber ausgeschlossen, denn alle Nebenkosten sind inklusive“, sagt Lempaszak.
21:40
coole sache sind die Studentenwohnheime nicht. Habe selber im Niehusmannskamp gewohnt, war halt ein Anfängerfehler. Geht so lange gut, wie man mal die netten Altbauwohnungen in Frohnhausen am Markt sieht und merkt, dass es hier viel nettere Gegenden und bessere Anschlussmöglichkeiten sind.
12:31
Jedem alleinstehenden AlgII-Bezieher steht eine Nettotkaltmiete von maximal 217,50 € zzgl Heizkosten zu. Die Quadratmeterzahl ist völlig unerheblich.
18:17
Jedem alleinstehenden AlgII-Bezieher stehen schon 45 m² zu. Die Unterstützung zum Lebensunterhalt ist dagegen gleich niedrig. Klagen und Jammern ist paradoxerweise nur von AlgII-Beziehern zu hören. Studenten haben i.d.R. ein ausgefülltes Lernprogramm.
18:17
Jedem alleinstehenden AlgII-Bezieher stehen schon 45 m² zu. Die Unterstützung zum Lebensunterhalt ist dagegen gleich niedrig. Klagen und Jammern ist paradoxerweise nur von AlgII-Beziehern zu hören. Studenten haben i.d.R. ein ausgefülltes Lernprogramm.