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Wir sind stolz auf unsere Uni GFF

30.11.2007 | 18:31 Uhr

Jochen Melchior ist seit vielen Jahren Vorsitzender der Freude der Universität in Essen.Viele Projekte unterstützt. GFF suchen weitere Mitglieder

INTERVIEW Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Duisburg-Essen (GFF) erhält den neu geschaffenen Ehrenpreis der UDE (die WAZ berichtete). Mit diesem Preis, der im Januar verliehen wird, soll die engagierte Arbeit der Gesellschaft gewürdigt werden. WAZ-Redakteurin Andrea Kleemann sprach mit Dr. Jochen Melchior, Vorsitzender des Vorstandes der GFF, über die Arbeit und Zukunftsvisionen der Gesellschaft.

Die GFF besteht nun schon seit 1974. Was haben Sie erreicht, wo stehen Sie jetzt?

Melchior: Die GFF hat momentan 180 Mitglieder. Dazu zählen vorrangig Unternehmen und Organisationen. Seit ihrem Bestehen hat die GFF insgesamt 550 Maßnahmen mit rund 1,3 Mio gefördert.

Welche Projekte ragen heraus?

Melchior: Vor allem ist da der Haupteingang der Uni mit seinen markanten roten Säulen zu nennen, den wir anlässlich des 25-jährigen Uni-Jubiläum im Sommer 1997 gesponsert haben. Herausragende Projekte waren auch die Einrichtung eines Gästehauses für ausländische Wissenschaftler in Heisingen und die Errichtung des Glaspavillons als Information- und Kommunikationszentrum auf dem Campus.

Gibt es Projekte, die Ihnen besonders am Herzen liegen?

Melchior: Wir setzen uns engagiert für Orchester und Chor der Uni ein, die ein großes Ansehen genießen. Ich freue mich schon auf das Konzert am 8. Februar in der Philharmonie. Kulturinteressierte sollten sich diesen Termin schon einmal vormerken - wirklich sehens- und erlebenswert!

Stichwort: Kinder-Uni.

Melchior: Auch dieses Projekt haben wir auf die Schiene gesetzt. Acht- bis Zwölfjährige werden in kindlicher Weise an ernste Themen herangeführt. Im nächsten Jahr stehen unter anderem die Themen "Vulkane und Erdbeben", "Ethik" und "Strom" auf dem Programm.

Welche Maßnahmen unterstützen Sie aktuell?

Melchior: Wichtig ist immer, dass wir von der Uni innovative Projekte genannt bekommen, die wir fördern können. Wir haben jährlich einen Etat von 200 000 Euro dafür zur Verfügung. Doch wenn es notwendig ist, sammeln wir auch gezielt für bestimmte Projekte, um sie zu verwirklichen. Sind die Projekte hochspannend und zukunftsweisend, engagiere ich mich gern als Klinkenputzer.

Was heißt das konkret?

Vor einigen Wochen hat die Uni die EduScia-Stiftung gegründet. Die GFF ist mit 30 000 Euro als Gründungsstifter vertreten. Zudem unterstützen wir die Stiftung Universitätsmedizin Essen, die im Frühjahr gegründet wurde. Und wir fördern die Anschaffung medizinischer Geräte.

Was schreiben Sie sich für die Zukunft auf die Fahne?

Melchior: Wir werden die Stiftungen aktiv unterstützen. Sehr wichtig ist, die Zusammenarbeit der Hochschulen im Ruhrgebiet zu fördern mit dem Ziel die Selbständigkeit zu fördern und das Leistungsangebot zu verbessern. Dazu ist es auch wichtig, bei Exzellenz-Wettbewerben mitzumachen. Es gilt die Stärken herauszustellen. Beispiel Medizin: Wir gehören mit der Uni-Klinik auf dem Gebiet der Tumormedizin, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Transplantation zu den führenden Kliniken in Deutschland. Wenn demnächst die Protonentechnologie ihr Zentrum eröffnet, haben wir auf diesem Gebiet eine Alleinstellung in Deutschland.

Was ist mit der Identifikation der Uni innerhalb der Essener Bevölkerung?

Melchior: Die Essener können stolz sein auf ihre Uni. Eine bessere Identifikation bringt zukünftig sicher auch die bessere Erschließung des Campus durch die Bebauung der nördlichen Innenstadt mit sich. Uni, Lehrkörper und Studenten rücken an die Stadt heran.

Was tun Sie, um neue Mitglieder für die GFF zu gewinnen?

Melchior: Wir werben beispielsweise mit Flyern um neue Mitglieder. Dabei möchten wir nicht nur Unternehmen und Organisationen ansprechen sondern vor allem auch Privatleute. Wir versuchen ihr persönliches Interesse wachzukitzeln. Und für einen relativ geringen Jahresbeitrag kann man viel für einen guten Zweck tun. Das wollen wir auch in Zukunft.In der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Duisburg-Essen (GFF) engagieren sich über 100 Unternehmen der Region, Angehörige der Hochschule sowie Privatleute. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich 40 Euro. Weitere Informationen im Internet unter www. uni-due.de/freunde.

Melchior:

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