Wie wär’s mit einer Siesta?

Wo wir gestern bei Albacete und der unfassbaren Hitze waren: Vielleicht müssen wir uns bei der Wetterlage stärker dem mediterranen Leben anpassen. Und das sieht eigentlich tagsüber eine lange Siesta vor, die hilft, die heißesten Stunden des Tages zu überstehen. Stellen Sie sich vor: um 13 Uhr beginnt die Mittagspause. Gemeinsam mit den Kollegen gehen sie noch schnell einen kleinen Aperitif in einer der zahllosen Kneipen und Cafés trinken, ein kurzes Schwätzchen und dann schnell nach Hause an den Mittagstisch. Die Pause lässt noch Zeit für ein Mittags-Nickerchen, bevor sie an die Arbeit zurückkehren.

Sie können sich vielleicht vorstellen: im Urlaub gehen die Uhren noch ganz anders. In unserem kleinen Dorf in Zentralspanien dauert der wirklich sehr gesellige Aperitif an Samstagen oder Sonntagen immer bis 16 Uhr, das Mittagessen bis 17 Uhr und der Mittagsschlaf bis 19 Uhr. Nach einem kleinen Spaziergang geht es gegen 22 Uhr meist wieder in die Dorfkneipe, weil man natürlich den Aperitif vor dem Abendessen nicht verpassen möchte. Das findet dann erst gegen Mitternacht statt und endet so gegen ein Uhr. Wer dann noch sein Glück beim Kartenspiel versuchen möchte, bitte sehr, zurück in die Dorfkneipe, diesmal ohne Aperitif. Vor drei Uhr geht keiner nach Hause, und nicht wenige setzen sich noch zu den alten Leuten, die auf der Bank vor ihrem Haus so laut quatschen, dass an Schlaf ohnehin nicht zu denken ist. Aber ich bitte Sie, dafür gibt es doch mittags die Siesta.

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