Wie viel Industrie verträgt Essen?
21.02.2012 | 20:07 Uhr 2012-02-21T20:07:00+0100
Essen. NRZ und VHS laden zu „Essen kontrovers“: Warum Schreibtische allein nicht reichen.
Krupp und Koppers, Grillo und Goldschmidt – über Jahrhunderte haben Industrielle und ihre Unternehmen der Stadt Bedeutung verliehen. Doch mit dem Strukturwandel zum Schreibtisch des Ruhrgebiets galten Industriebetriebe vielfach nur noch als lästiges Relikt vergangener Zeiten.
Erst jetzt kommt das Thema wieder auf die Agenda der Kommunalpolitik: Ein „Masterplan Industrie“ soll dafür sorgen, dass auch produzierendes Gewerbe am Wirtschaftsstandort Essen eine Zukunft hat. Doch wo hat industrielles Wachstum innerhalb einer Großstadt seine Grenzen? Oder ist, nur ein aktuelles Beispiel, der Bau eines Windrades im Essener Norden schon mehr als ein belasteter Ballungsraum verkraften kann?
Um diese Frage geht es bei der nächsten Runde von „Essen kontrovers“, dem gemeinsamen Diskussionsforum von NRZ und Volkshochschule, am Montag, 27. Februar, ab 19 Uhr in der Volkshochschule am Burgplatz.
Miteinander und mit dem Publikum diskutieren Gerwin Schüttpelz, Geschäftsführer der cph-Group, IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Püchel, der Altenessener SPD-Vorsitzende Theo Jansen und Klaus Franzke vom Runden Umwelttisch. Moderiert wird die Runde von Journalist Ulrich Führmann, der Eintritt ist wie immer frei.
20:58
der Westen am 16.01.2012:
"Der Entsorger Harmuth wird nach einem Gutachten auf eins von zwei Windrädern verzichten. Im Stadthafen soll der Einstieg ins Windgeschäft gewagt werden, ein Öko-Projekt, das viel Unterstützung findet. Die SPD im Norden sieht die Anlage kritisch und will prüfen, ob das Windrad nicht Anlieger belästigt."...
Grund für Harmuth: auch in diesem riesigen Industriepark nicht genug Fläche für zwei Mühlen...