Wie Polen Juden gerettet haben

Noch bis zum 18. Februar ist eine Wechselausstellung des neuen Jüdischen Museums für die Geschichte der Juden in Polen (Warschau) in der Alten Synagoge an der Steeler Straße zu sehen.

Die Schau thematisiert, wie katholische Polen Juden gerettet haben, obwohl die deutschen Besatzer das ab 1941 unter Todesstrafe stellten. Neunzig Prozent der 3,2 Millionen Juden sind umgebracht worden. Die Ausstellung wurde konzipiert mit den Ergebnissen von Interviews, die man mit Zeitzeugen gemacht hat.

Über den polnischen Verbindungsmann zur polnischen Exilregierung, Jan Karski, gelangten im Oktober 1942 die ersten Nachrichten über den Massenmord an den europäischen Juden ins Ausland. Im März 1942 hatte die Auflösung der Ghettos begonnen. Leider wurde diesen Meldungen kaum Glauben geschenkt. Die Exilregierung in London gründete einen Rat zur Hilfestellung für Juden, die Zegota.