Widerstand gegen Bebauung von Grünflächen und Äckern

Beim Wohnungsbau präferieren Linke und Grüne Brachflächen. Das beste Beispiel: die Grüne Mitte am Berliner Platz.
Beim Wohnungsbau präferieren Linke und Grüne Brachflächen. Das beste Beispiel: die Grüne Mitte am Berliner Platz.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Opposition kritisiert Flächenvorschläge der Planungsverwaltung. Grüne kündigen Widerstand gegen Versiegelung von Grün- und Ackerflächen an.

Essen.. Wo sollen neue Gewerbegebiete entstehen, wo neue Wohnungen? Die Planungsverwaltung hat dazu, wie berichtet, Vorschläge vorgelegt. Aus den Reihen der Opposition im Rat erntete sie dafür alles andere als Applaus.

Die jetzt von der Verwaltung vorgeschlagenen Wohnbau- und Gewerbeflächen seien exakt jene Flächen, die noch zu Zeiten der Aufstellung des regionalen Flächennutzungsplans in der vorletzten Ratsperiode von der Politik vehement abgelehnt wurden, weil sie oftmals in regionalen Grünzügen und landschaftlich schützenswerten Räumen lagen oder die letzten landwirtschaftlichen Nutzflächen betreffen, kritisiert die Fraktionssprecherin der Grünen, Hiltrud Schmutzler-Jäger. Dieses Vorgehen sei konzept- und ideenlos.

Grüne kündigen massiven Widerstand an

Gegen eine Versiegelung wertvoller Grün- und Ackerflächen wie zum Beispiel an der Hatzper Straße, im Teelbruch, am Reibenkamp, der Mecklenbeckswiese und am Heuweg kündigen die Grünen massiven Widerstand an.

Auch die FDP vermisst nach Worten ihres Fraktionsvorsitzenden Hans-Peter Schöneweiß eine Zukunftsperspektive für die Stadt.

FDP-Politiker sorgt sich um Nahversorgung der Essener Bevölkerung

Bereits bei der Aufstellung des Regionalen Flächennutzungsplanes habe seine Fraktion darauf hingewiesen, dass besonders die unattraktiven Wohnbebauung beidseitig der A40 neu zu entwickeln sei. „Als Startpunkt wäre hier die neu geschaffene Freifläche, beginnend ab dem ehemaligen Jugendzentrum zu nennen. Auch finden wir keine Anregungen im Bereich des Rhein-Herne-Kanals, wo zum Beispiel die angedachte Marina der mögliche Startpunkt wäre. Stattdessen werden Ackerflächen genannt, die schon vor Jahren für Bedenken gesorgt haben“, kritisiert Schöneweiß, der sich vor diesem Hintergrund auch um die Nahversorgung der Essener Bevölkerung sorgt.

„Besonders kreativ war die Verwaltung nicht“, meint auch Wolfgang Freye für die Linksfraktion. Aus ihrer Sicht sollte die Verwaltung viel stärker auf Rück- und Umbau setzen. „Immerhin stehen 20 000 Wohnungen leer und es gibt auch außerhalb des Krupp-Gürtels nach wie vor ungenutzte Industriebrachen“, so Freye.