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Werdener feiern ihren Heiligen und ein Jubiläum

02.09.2007 | 12:11 Uhr

Seit 15 Jahren Ökumene beim Ludgerusfest

Ludgerus auf der Baustelle: Zum 879. Fest des Heiligen in Werden hingen die Fahnen in der Basilika an Baugerüsten. Die Kirche, 1275 fertig gestellt und von Albertus Magnus ge-weiht, hat dringend eine Sanierung nötig; sie soll bis 2009 abgeschlossen sein.

Dann wird in Werden der 1200. Todestag des Gründers von Kloster und Stadt gefeiert.

So lange muss der hl. Ludger mit den Misslichkeiten einer Baustelle leben. Aber er ist einiges gewöhnt: Seine alte Kirche ist im Mittelalter abge-brannt, und Napoleon wollte das Ludgerusfest verbieten.

Dafür durfte jetzt ein kleines Jubiläum zusätzlich gefeiert werden: Seit 15 Jahren ist die Evangelische Gemeinde in das Fest eingebunden. 1992 begannen zwei Pfarrer, Prälat Propst Dr. Heinrich Engel und sein evangelischer Kollege Karl-Heinz Peter, mit der Zusammenarbeit. Zum Ludgerusfest predigte ein Protestant, und ab 1995 wurde die Prozession auch zur evangelischen Kirche geleitet. Beide Pfarrer, längst im Ruhestand, gestalteten am Freitag den Gottesdienst zur Schreinerhebung.

Die Prozession, mit der Um-tragung der Gebeine in dem Silberschrein, der 1787 von Abt Bernhard II. gestiftet wurde, findet seit 1128 statt; die Werdener legten damals ein Gelübde ab und haben sich bis heute daran gehalten. Das Pontifikalamt in der Ludgerusbasilika feierten mehrere Bischöfe und andere Würdenträger gemeinsam. Bischof Dr. Reinhard Lettmann aus Münster hielt die Predigt. Er erinnerte: "Ludgerus hat vor zwei Aufgaben gestanden: Der Glaube muss das Herz der Menschen erreichen und das christliche Leben muss eine Struktur haben."

Von Felicitas Kapteina

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