Werdener auf Gastspielreise in Rom

Werden..  250 Musikerinnen und Musiker machten sich auf zu einer Fahrt nach Rom - im Gepäck die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach. Schüler, Eltern und Ehemalige des Gymnasiums Essen-Werden hatten sich bereits zum fünften Mal zu diesem außergewöhnlichen Projekt zusammengetan.

Verbundenheit mit der Schule

In vielen Schulen und Universitäten bemüht man sich seit einigen Jahren in sogenannten Alumni-Projekten um die Zusammenarbeit und Verbindung der Ehemaligen mit den Jetzigen - am Werdener Gymnasium ist das seit über 20 Jahren Praxis. Aus Verbundenheit mit ihrer ehemaligen Schule musizieren die Profis mit ambitionierten Amateuren.

Seit Beginn des Schuljahres wurde geprobt, denn Bachs Matthäuspassion ist für jeden Musiker eine Herausforderung. Die Premiere fand noch in der Basilika St. Ludgerus statt, doch drei Tage später ging es mit Bussen und per Flugzeug für eine Woche nach Rom. Das Interesse an dem Konzert der deutschen Gäste war schon im Vorfeld riesig, die Nachfrage nach den Eintrittskarten enorm. Das bestätigte das Deutsche Pilgerbüro.

Das Konzert in Werden war schon beeindruckend, aber die römische Aufführung konnte diesen Eindruck noch steigern. Außerhalb des Schulalltags, in der legendären Atmosphäre Roms, wuchsen Sänger und Instrumentalisten über sich hinaus.

200-köpfiger Chor

Das begann schon mit dem ersten Auftritt am Sonntagvormittag beim Gottesdienst im Pantheon. Hier erklangen neben Chorälen aus der Matthäuspassion und Gregorianik zwei Motetten von Anton Bruckner, die für den 200-köpfigen Chor in der Akustik des Pantheon wie geschaffen schienen.

Nach zwei Tagen Sightseeing und der Generalprobe stand die alles krönende Aufführung der Matthäuspassion in der Basilika Santi Apostoli an. Solisten, Chöre und Orchester waren von großer Präsenz und Durchschlagskraft, die die Zuhörer in ihren Bann zog.