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Promenade ist in drei Wochen fertig

02.08.2012 | 15:25 Uhr
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Promenade ist in drei Wochen fertig
Landschaftsarchitekt Thomas Tittel von Grün und Gruga und der Geschäftsführer der Gartenbau GmbH Thomas Banzhaf auf der neuen Sitztreppe am Ruhrufer.

Essen-Werden. Wer die Gustav-Heinemann-Brücke überquert und einen Blick in Richtung Brehminsel wirft, fragt sich, warum am Ruhrufer immer noch Bauzäune stehen? Die Arbeiten, die „Werden zum Wasser“ bringen sollen, laufen nun schon seit zweieinhalb Monaten und sollten eigentlich längst abgeschlossen sein. Drei Wochen wird es aber wohl noch dauern.

Getan hat sich eine Menge: Die Sitzstufen direkt am Wasser sind längst fertig, und am Ufer entlang führt eine hübsche, neue Promenade aus rötlichem Natursteinpflaster. Die Steine lagen übrigens früher am Burgplatz, bevor dieser vor zehn Jahren umgestaltet wurde. Das Material ist so gut, dass es problemlos wiederverwendet werden konnte. Aber noch haben die Bürger nichts davon, denn solange nicht der Radweg fertig asphaltiert und der Rasen neu eingesät ist, bleibt das Ruhrufer entlang der Joseph-Breuer-Straße eine Baustelle.

Thomas Tittel von Grün und Gruga ist aber zuversichtlich, dass die restlichen Arbeiten in maximal drei Wochen zu schaffen sind: „Es ist alles vorbereitet, 95 Prozent der Arbeit ist getan.“ Die Verzögerungen seien nicht zu vermeiden gewesen: „So ist das eben beim Bauen, man kann nicht alles voraussehen“, meint der Landschaftsarchitekt.

Mehrere „Kleinigkeiten“ hätten dazu geführt, dass die Bauarbeiten nicht ganz reibungslos abgelaufen seien. Zunächst hätten die Regenfälle in den vergangenen Wochen die Arbeiter einige Tage zum Pausieren gezwungen.

Außerdem wartete unter der Erde eine Überraschung: „Wir haben beim Graben einen alten Schacht gefunden“, sagt Thomas Banzhaf von der zuständigen Baufirma. Die Stadtwerke mussten diesen Schacht erst professionell absichern, damit unter und über der Erde auch alles hält – was wiederum einige Tage in Anspruch nahm.

Gerne hätte Tittel den Treppenzugang von der Brücke noch ausgebaut, um Fußgängern die Wegführung klarer zu machen. „Aber es stellte sich heraus, dass dieses Projekt im Moment nicht zu verwirklichen ist.“ Es seien aber noch einige andere Ideen im Gespräch, die nach Abschluss der Bauarbeiten ohne großen Aufwand umgesetzt werden könnten. Zum Beispiel käme eine Beleuchtung der Sitzstufen am Ufer und eine attraktivere Bepflanzung rund herum in Frage. Auch könnte unter der Brücke noch einiges verschönert werden. Im Moment ziert bereits ein offizielles Graffiti den Brückenpfeiler: „Wege zum Wasser“ steht da in bunter Schrift.

Rechtzeitig zum Werdener Still-Leben, das am 26. August stattfinden wird, werden Radweg und Rasenfläche auf jeden Fall fertig, und die Bauzäune können weg, verspricht Tittel. Jetzt hofft er nur noch, „dass die Bürger die neue Fläche annehmen“.

Da scheint es keinen Grund zur Sorge zu geben: Im Moment ist zwar noch alles abgesperrt, die neue Stufenanlage am Ruhrufer haben Unbekannte aber schon eingeweiht. Ein paar leere Getränkeflaschen auf den Steinstufen am Ufer sind der Beweis.

Inga Pöting

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