Musikalisches Präsent
07.09.2009 | 14:02 Uhr 2009-09-07T14:02:00+0200
Geburtstagskinder zu beschenken, gehört zum guten Ton. Und wenn der Jubilar stattliche 100 Jahre alt wird, dann muss es etwas ganz besonderes sein. Die Werdener Spielleute erhielten am Sonntag ein Präsent, das auch ihrem Publikum künftig eine Menge Freude bereiten dürfte – den „Ludgerus-Marsch".
Patrik Wirth, Dirigent des befreundeten Essener Feuerwehrvereins „Glück Auf”, hatte diese nette Idee und überreichte den Werdener Musikanten am Sonntag die Noten des Liedes, das eigens für die Spielleute komponiert wurde. Da sich der Heilige Ludgerus auf den Uniformen und auf zahlreichen Instrumenten der Werdener Spielleute wiederfindet, war ein passender Name schnell gefunden.
Begonnen hatten die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen allerdings bereits am Freitagnachmittag. Unter den Augen von Schirmherr Hanslothar Kranz und Peter Mork, Präsident des Landes-Musik-Verbandes NRW, begann das bunte Treiben um 15.30 Uhr im Hesperkrug. Kamen anfangs besonders die Kinder bei Hüpfburg, Glücksrad und Torwandschießen auf ihre Kosten, präsentierten die Spielleute am Abend unter anderem auch den Radetzky-Marsch, der im Laufe der vielen Jahre in Vergessenheit zu geraten drohte, ab sofort aber wieder zum festen Programm der Werdener Formation zählt.
Zapfenstreich im Hesperkrug
Höhepunkt des Abends war, wie sollte es anders sein, der Große Zapfenstreich. Im flackernden Schein der Fackeln, mit denen die Freiwillige Feuerwehr Werden-Heidhausen der Szenerie eine ganz besondere Atmosphäre verlieh, dirigierte erstmals der 1. Korpsführer Peter Schürmann – unterstützt vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Velbert. Auch und nicht zuletzt ein Gruß an den langjährigen Vorsitzenden und Ehrenkorpsführer der Spielleute, Heinz Kleineickenscheidt.
Das Platzkonzert vor dem Werdener Rathaus eröffnete den zweiten Festtag. Bei Erbsensuppe und Sekt fanden sich am Samstag etliche Zuschauer ein, um das Konzert mitzuerleben und gemeinsam mit den Musikanten auf die nächsten 100 Jahre anzustoßen.
Doch bereits um 13 Uhr standen die Spielleute erneut auf der Bühne im Hesperkrug, um insgesamt neun befreundete Musikvereine zünftig zu empfangen und später gemeinsam mit ihnen zu spielen. Zu den Gästen zählte auch der Spielmannszug Blau-Weiß Heisingen, der gemeinsam mit der FF Essen und den Spielleuten den Ruez-Marsch und das immergrüne „Go West” intonierten. Die Party – garniert mit zahlreichen Musikeinlagen – endete erst spät in der Nacht.
Die letzte Überraschung hatten dann die Ehefrauen und Partner der aktiven Musikanten auf Lager: Auch sie schmückten die Vereinsstandarte mit einem Fahnenband.
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