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London-Projekt

Königin Mutter wäre begeistert

14.10.2009 | 19:02 Uhr

Werden. „I'm not amused” pflegte Königin Victoria zu sagen, wenn sie sich über etwas richtig ärgerte. Eine deutlich höhere Meinung hätte die englische Königsfamilie wohl vom jüngsten Englisch-Projekt des Gymnasiums Essen-Werden, bei dem die Klasse 7a Londoner Sehenswürdigkeiten präsentierte.

Zwei Wochen lang hatten sich alle auf diese „Vernissage” vorbereitet. Eine „willkommene Abwechslung vom Regelunterricht”, wie Englisch-Lehrer Karsten Brill sagt. „Besonders deshalb, weil die Schüler hier selbstbestimmend arbeiten können.” Nur eine Themenliste hatte Brill vorgestellt, die dann abgearbeitet wurde.

Sarah Schütrumpf (12) und Chiora Bulau (re. 13) an ihrem Modell vom London-Eye. Foto: H.W.Rieck

Das englische Königshaus erfreute sich dabei größter Beliebtheit. Allein drei der zwölf Präsentationen beschäftigten sich mit den „Royals”: Mit der Krönung von Queen Elizabeth II.; mit dem Stammbaum der Familie und mit dem Regierungssitz Buckingham Palace, den Moritz Waldhelm in einer metergroßen Wandzeichnung zeigte. Drei Tage hatte er gebraucht, um sein Kunstwerk zu Papier zu bringen.

Überhaupt entwickelten die Gruppen große Kreativität. Da drehte sich munter das „London Eye”, der Welt größtes Riesenrad. Sarah Schütrumpf und Chiora Bulau hatten das 135 Meter hohe Fahrgeschäft auf einen Meter geschrumpft. Als Gondeln dienten bemalte Eicheln. Ähnlich fantasievoll die Darstellung des Harrod's. Jedes einzelne der sieben Stockwerke des Nobelkaufhauses fand sich in separater Pappschachtel wieder.

Wer London sagt, der kommt an Wimbledon nicht vorbei. Das „Wohnzimmer” eines gewissen Boris B. aus Leimen faszinierte Moritz Mersmann und Jan Boysen ebenso wie der FC Chelsea, bei dem bekanntlich Michael Ballack stürmt. Informationen gab's als Flyer und via Laptop aus dem Internet serviert.

Zweck der Übung war, die englische Ausdrucksweise zu verbessern. Seit zwei Jahren bietet die Schule solche Präsentationen sogar als Klassenarbeit an. „Ein Schüler konnte sich dadurch sogar von einer Vier im Schriftlichen auf eine Zwei verbessert”, sagt Brill, dem selbst ein gutes Zeugnis ausgestellt wurde: Daniela Mersmann: "Moritz hat den besten Englisch-Lehrer der ganzen Schule erwischt." 

Michael Heiße

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Kommentare
25.10.2009
21:06
Königin Mutter wäre begeistert
von Sebastian Müller | #1

toll, was man heutzutage in der Schule macht. So lernen die Schüler sprechen. Haben wir früher nie gemacht... leider...

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