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Kulturkalender

Guido Knüsel wettet, dass...

18.02.2010 | 11:31 Uhr
Guido Knüsel wettet, dass...

...Werden-Stadt weltweit die größte Dichte an Kultur aufweist. Musikprofessor kritisiert geplanten Kulturkalender der BV IX.

DER KULTURKALENDER
Die Finanzierung

Der Kulturkalender für den Bezirk IX (Kettwig/Werden/ Bredeney) soll einmal im Jahr erscheinen und wird - quasi als Anschubfinanzierung - von der BV finanziert.

Im zweiten Jahr soll er sich dann selbst finanzieren.

Werden. „Dieser Reichtum an Kultur, Tradition, Historie und jungen Menschen an Folkwang hat vor vielen Jahren meine Bewunderung geweckt und mich zum bekennenden Werdener gemacht.“ Prof. Guido Knüsel lebt seit vielen in der Abteistadt. Und er engagiert sich auch - und übt auch Kritik. So am aktuellen Projekt der Bezirksvertretung IX.

Einen Kulturkalender für Kettwig, Werden und Bredeney möchte man jährlich veröffentlichen, weitere Informationen auf einer Internet-Seite anbieten (wir berichteten). Prof. Knüsel war bei der Informationsveranstaltung im Kettwiger Rathaus dabei, und er macht seiner Unzufriedenheit Luft: „Die Erfahrung, die überall im Lande gemacht wurde, ist, dass Veranstaltungskalender nur im Monatsturnus funktionieren. Keinesfalls im Jahresrhythmus.“ Der ehemalige Folkwang-Lehrer rechnet vor: „Auf über 600 kulturelle Termine kommen die Stadtteile allein 2010.“ Und dabei habe er noch nicht einmal Heidhausen und Fischlaken berücksichtigt. Dazu kämen noch gewaltige 1000 andere Veranstaltungen wie Vorträge, Kino, Treffs, Führungen, Jugend, Sport und Freizeit, kirchliche Veranstaltungen und so weiter... Dass er stolz auf die Werdener Kultur ist, manifestiert der 70-Jährige wie folgt: „Ich wette, dass Werden-Stadt weltweit die größte Dichte an Kultur aufweist, gemessen an seiner Fläche von 4,17 Quadratkilometern und der Einwohnerzahl von 9800.“ Auf 21 Veranstaltungsorte kommt der ehemalige Folkwang-Lehrer - von der Basilika bis zum Hof hinter dem Rathaus. Obwohl Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann durch den geplanten Kulturkalender auf ein Zusammenwachsen der Stadtteile hofft, schlägt Guido Knüsel vor, „dass der Umfang der Broschüre überschaubarer wird, wenn monatlich zwei Veranstaltungskalender erscheinen würden“. Einer für Bredeney und Kettwig, einer für Werden, Fischlaken und Heidhausen. Gegen einen Jahreskalender spreche auch, dass „er nach drei Monaten Laufzeit tonnenweises Altpapier ist“.

Und wie sieht der Werdener den geplanten Internetauftritt? Prof. Knüsel: „Essen-Besucher pflegen in der Regel ohne Laptop anzureisen; sie wollen durch Gedrucktes für eine Veranstaltung interessiert werden und gehen nicht ins Internet.“ Am gestrigen Aschermittwoch sollten die Kulturträger ihre Termine der BV IX zugemailt oder geschickt haben - Guido Knüsel: „Eine Zeitvorgabe von acht Tagen ist geradezu abenteuerlich für ein solches Unterfangen."

Sabine Moseler-Worm

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Kommentare
25.02.2010
22:12
Guido Knüsel wettet, dass...
von derwerdener | #2

Richtig erkannt. Schließlich war es Prof. Knüsel, der die Veranstaltungsreihe Perlentaucher und auch Rolf Sachtleben als Motor von Werden 2010 derart schlecht geredet hatte, dass letztendlich der Perlentaucher abgetaucht ist. Das Herr Knüsel nun die von der BV bereitgestellten 5000 €, die für den Perlentaucher vorgesehen waren ausgerechnet für sein geplantes Wandelkonzert bekommen möchte sagt ja einiges.

20.02.2010
17:17
Guido Knüsel wettet, dass...
von Fischlaker Bürger | #1

Mich hat mal vor Jahren jemand gefragt : Warum gehen sie nicht in der Kommunalpolitik ? Ich sei doch bekannt, lebte ja auch seit Geburt im Essener Süden und gehörte doch auf Grund meiner Ausbildung und des beruflichen „Werdegangs“zu den „Leistungsträgern“ der Gesellschaft. Ich konnte damals meine Abneigung gegen ein „Ehrenamt“ nicht ausreichend darstellen. Dieser Bericht zeigt mir allerdings warum ich gut entschieden habe und lieber auf der Seite der „ Entscheider ohne Öffentlichkeit „ bleibe. Dann erspare ich mir auch solche unqualifizierten Kommentare , wie sie hier durch Herrn Knüsel öffentlich ausgesprochen werden und hoffe das Herr Dr. Bonmann bei seinem lobenswerten Engagement bleibt.
Auch habe ich mich über die negative Meinung des Herrn Knüsel über die Verbreitung und Nutzung des Internets verwundert. Auch wenn man 70 Jahre ist und Musikprofessor sollte man inzwischen die Verbreitung und problemlose Nutzung des Internets durch alle Berufsgruppen und Altersgruppen mitbekommen haben. Er sollte dort nicht seine eigenen eingeschränkten Fähigkeiten als Maßstab für die Essen-Besucher ansetzen.

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