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BV IX kann Amt endlich...

Gleich drei Anwälte für Kinderinteressen

02.02.2012 | 15:11 Uhr
Gleich drei Anwälte für Kinderinteressen
Sie sind ab sofort im Bezirk IX für Kinderinteressen zuständig: (v.l.) Johanna Rieger, Detlef Symanski und Tanja Schmitz. Foto: Reiner Worm / WAZ FotoPool

Essener Süden.18 Monate gingen ins Land, bevor die Bezirksvertretung das Amt des Kinderbeauftragten neu besetzen konnte. Einstimmig wählten die Ortspolitiker Tanja Schmitz - ihr zur Seite stehen gleichberechtigt und stellvertretend Johanna Rieger und Detlef Symanski.

„Ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Team sein werden“, so die 37-jährige Fischlakerin Tanja Schmitz. „Wir werden uns bestimmt nicht gegenseitig im Weg stehen. Jeder sollte den Aufgabenbereich übernehmen, der ihm am meisten liegt.“ Die Mutter einer Drittklässlerin der Fischlaker Grundschule wurde vom BV-Jugendbeauftragten Michael Nellessen angesprochen. Nach kurzem Überlegen sagte sie zu. Ihr Credo: „Wenn man es macht, dann gewissenhaft.“

Was unterschiedliche Talente betrifft, ist das Trio bestens aufgestellt: Tanja Schmitz arbeitet beim Ordnungsamt, möchte sich um Organisationsfragen kümmern und bürgt für kurze Wege zum Essener Kinderbüro. Die angehende Pädagogin Johanna Rieger ist prädestiniert für die direkte Ansprache der jungen Klientel.

Als langjähriges Mitglied verschiedener Elternpflegschaften kennt der selbstständige Unternehmensberater Detlef Symanski zahlreiche Problemfelder aus der Perspektive von Müttern und Vätern. Jeder wird eigene Schwerpunkte setzen.

Mitspracherecht für Kinder

„Kindern muss ein Mitspracherecht eingeräumt werden“, sagt sie. „Wir sind sehr neugierig zu erfahren, was sie sich wünschen, wo sie Probleme sehen. Sie sollen uns offen und ehrlich sagen, was sie von uns erwarten.“

Mit welcher Begeisterung Kinder Dinge in die Hand nehmen, hat sie bei Renovierungsmaßnahmen an der Schule ihrer Tochter erlebt.

Eine Bestandsaufnahme sei durchaus im Rahmen einer Kinderkonferenz auf Bezirksebene denkbar. Auch das Thema Spielplatzpaten soll stärker in den Fokus rücken. Hier sind Werden, Kettwig und Bredeney im Vergleich zu anderen Stadtteilen unterrepräsentiert, sowohl, was die Zahl der Plätze, als auch die ihrer Kümmerer betrifft. „Ich kann mir gut vorstellen, Eltern gezielt anzusprechen und sie an einen versierten Spielplatzpaten zu verweisen, der aus der Praxis berichtet und schildern kann, welche Aufgaben zu erledigen sind“, sagt Tanja Schmitz.

Henrik Stan

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