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Erst Alt-Werden, jetzt das „Face“

22.04.2012 | 14:27 Uhr
Erst Alt-Werden, jetzt das „Face“
Bastian Herzogenrath und Kristian von der Stein eröffnen das „Face“ an der Rüttenscheider Straße.

Essen-Rüttenscheid. Erst kürzlich haben die beiden einen traditionsreichen Laden übernommen. Bastian Herzogenrath und Kristian von der Stein schmeißen seit November 2011 die urige Kneipe „Alt Werden“ an der Heckstraße.

Lange bevor es zu dieser Übernahme kam, hatten sie noch ein anderes Konzept im Kopf - und diesen Traum erfüllen sie sich mit dem „Face“ (Gesicht) an der Rüttenscheider Straße.. Und zwar in keiner geringeren Location als in der, in der einst der „Club David“ („CD“) beheimatet war.

Hier im Kellergeschoss der Hausnummer 114 endete 2011 eine 36-jährige Ära. Es folgte das „Rü Dekadance“, das kürzlich nach nur einem Jahr schloss.

Der neue Laden könnte gegensätzlicher zum „Alt Werden“ nicht sein. Während sich in der rustikalen Kneipe Gäste jeglicher Altersklasse treffen, die vornehmlich großen Wert auf ein gepflegtes, gezapftes Bier legen (und ganz wichtig: die Übertragung von Fußballspielen), will man im „Face“ eher jüngeres Publikum ab 30 anlocken. Statt Oldies und Schlager als Hintergrundmusik gibt’s überwiegend laute Musik aus den 80er und 90er Jahren aus den Boxen. Und überhaupt ist das „Face“ eben eine Diskothek und keine Kneipe. Eine Ähnlichkeit sucht man daher vergebens.

Zwar begeben sich Bastian Herzogenrath und Kristian von der Stein damit auf ein neues Terrain, doch der Erfolg des „Alt Werdens“ bestätigt, , dass die beiden durchaus ein Händchen für Gastronomie haben, und - nicht zu unterschätzen - ihr Job macht ihnen großen Spaß.

Auf jeden Fall gibt es Musik zum Tanzen

Rüttenscheid wird jedenfalls um einen Laden mit Musik zum Tanzen reicher. Zum Tanzen bedeutet in diesem Fall fernab von House-, Techno- oder Rock- und Metal-Musik. Kurz gesagt eben das, was das Publikum früher - höchstwahrscheinlich - auch hörte. Angefangen von Michael Jacksons „Billy Jean“ über Guns’n Roses’ „Welcome to the jungle“ bis hin zum unvergesslichen Hit „Time of my life“, der nicht nur Dirty Dancing-Fans bekannt sein dürfte.

Hinter dem DJ-Pult stehen DJ M.E.C. sowie der Chef persönlich. Bastian Herzogenrath hat bereits in einem Laden, nicht weit von der neuen Location entfernt, Platten aufgelegt und weiß daher genau, wann der richtige Zeitpunkt für das richtige Lied da ist. An Samstagen wird die Musik zusätzlich für ein paar Stündchen von einem Saxophonisten der Folkwang Musikschule untermalt. Klingt ungewöhnlich für eine Diskothek – ist es auch.

Für den Ohrenschmaus wäre also schon mal gesorgt. Gegen den Durst gibt’s Bier, Softdrinks jeglicher Art oder auch Sekt und Champagner. Das Bier kommt aus dem Fass, aber auch aus der Flasche, und an einer separaten Theke werden Cocktails geschüttelt. „Wir bieten ausgewählte Spirituosen an, darunter auch vernünftige Whisky- oder Wodka-Sorten“, sagt Kristian von der Stein.

Um im „Face“ ein gern gesehener Gast zu sein, muss sich übrigens niemand „aufbrezeln“ - was aber auch nicht bedeutet, dass man den Türstehern unbedingt in einer Jogginghose imponieren kann.

Im „Alt Werden“ wird der legere Freizeitlook aber natürlich weiterhin gestattet sein.

Julia Bodlin



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