Die Spindelgänger sind eine Großfamilie
11.08.2009 | 18:14 Uhr 2009-08-11T18:14:00+0200Werden. Der Spindelgang ist eine kleine Sackgasse, links und rechts gesäumt von schmucken Häusern. Am Samstag ist es dort nicht so ruhig wie sonst. Schon aus der Ferne hört man Kinderlachen.
Über der Straße weht eine bunte Girlande, am Ende steht eine Hüpfburg. Im großen weißen Zelt sitzen die Anwohner, Gäste, Freunde.
Es regnet. Ganz leicht und fein. Die Straßengemeinschaft Spindelgang feiert 75-jähriges Bestehen. Und dass es an diesem Tag regnen würde, war den Organisatoren eigentlich schon im Vorfeld sonnenklar, denn ein zünftiger Schauer hat bei den Festen der Spindelgänger Tradition.
1934 errichteten Siedler dort die ersten Häuser – und von diesen Frauen und Männern der ersten Stunde feierten 1979, als die lange Reihe der Feste gestartet wurde, noch fast alle mit. Jetzt wohnen dort ihre Kinder und Enkel, gehören zu einer gewachsenen Familie, in der sich auch alle „Zugereisten” sichtlich wohl fühlen.
Und sie feiern alle mit. Einmal im Jahr im Rahmen eines fröhlichen Umtrunks, alle fünf Jahre mit einem großen Siedlungsfest. Mit Champignons aus einer großen Eisenpfanne, mit Gegrilltem und Bier, mit Kaffee und Kuchen. Und mit langen Gesprächen, in deren Mittelpunkt sicherlich eines stand: der Spindelgang und seine Straßengemeinschaft.
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