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Kommunalpolitik

Wenig Interesse an Wahl zum Integrationsrat

07.02.2010 | 19:21 Uhr

Der erstmals gewählte Integrationsrat der Stadt startet mit einem Handicap in seine Wahlperiode. Obwohl mit deutlich mehr Mitspracherechten als sein Vorgänger ausgestattet, beteiligten sich an seiner Wahl nur rund 13,6 Prozent der 48 0000 Wahlberechtigten.

Dennoch lag die Wahlbeteiligung deutlich über der zum Integrationsbeirat, der zum letzten Mal 2004 gewählt wurde.

Wahlsieger wurde wie erwartet die Union der Essener Türken mit dem Spitzenkandidat Muhammet Balaban. Sie holte rund 31 Prozent der Stimmen  und wird im neuen Integrationsrat sechs Sitze erhalten. 18 Sitze im neuen Rat wurden bei der gestrigen Wahl verteilt, neun Mitglieder entsandte der Rat der Stadt in das Gremium. Rund 17 Prozent der Stimmen  und vier Sitze im Integrationsrat holte der libanesisch geprägte Verein der Familien Union.

Schlechter als erhofft schnitten die Listen der im Rat vertretenen Parteien ab. Die Integrationsliste der CDU, Bündnis 90/Die Grünen sowie die Internationale Liste der SPD holten jeweils nur einen Sitz, ebenso wie der libanesische Zedernverein und die Liste „Deutsch Kurdischer Solidarität“. Zwei Sitze bekam die Allianz Essener Migranten. Nicht vertreten sein werden die Integrationsliste der FDP, Linke und  „Gleiche Rechte für Migranten“.

Kai Süselbeck

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