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Weltkultur aus dem Koffer

11.04.2008 | 20:26 Uhr

Studierende der Uni Paderborn haben für Zollverein Museumskoffer entwickelt. Drin ist Kohle. klar, aber auch Werkzeug und Dokumente

Museumskoffer für Weltkulturerbe lässt die Paderborner Kunstprofessorin Jutta Ströter-Bender ihre Studenten seit 2005 entwickeln. Im Herbst waren sie zu Gast auf Zollverein. Jetzt stellen sie die Ergebnisse in Halle 2 auf der Zeche Zollverein vor.

"Wenn ich sonst nichts zu tun hätte, könnte ich zusammen mit den Studierenden deutschlandweit ein erfolgreiches Museumskoffer-Institut gründen", sagt die Ideengeberin Jutta Ströter-Bender. Seitdem das Bundesbildungsministerium das Projekt mit einem Preis ausgezeichnet hat, stehen Museen und Welterbestätten Schlange in Paderborn. In die Koffer packen die Studierenden Geschichte zum Anfassen. Kohle in allen Formen, natürlich. Aber auch Dokumente zur Bergbaugeschichte, zur Architektur der Zeche oder Werkzeuge stecken in den Mini-Museen zum Mitnehmen. Und Gegenstände aus dem Alltag: "So werden der Arbeitsalltag der Kumpel, das Leben in den Arbeitersiedlungen oder die Streikbewegung visualisiert", sagt Ute Durchholz von der Stiftung Zollverein. Auch die Geschichte der Migration im Ruhrgebiet wird dargestellt.

21 Koffer haben die Studenten erarbeitet. Fünf von ihnen wird eine Fachjury auswählen, mit denen sich dann zum Beispiel Schulklassen auf einen Zollverein-Besuch vorbereiten können. ks Zollverein Schacht XII, Halle A 2,12. bis 20. April, geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

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