Weltkriegsbombe im Essener Ostviertel um 20.08 Uhr entschärft

Auf der Baustelle des Erweiterungsbaus der Hauptfeuerwehrwache im Essener Ostviertel wurde am Montagmittag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Auf der Baustelle des Erweiterungsbaus der Hauptfeuerwehrwache im Essener Ostviertel wurde am Montagmittag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Foto: Stefan Arend / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Am Montag ist im Essener Ostviertel ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wurden um 20.08 Uhr entschärft.

Essen.. Bei Bauarbeiten hat ein Baggerfahrer am Montag auf einer Baustelle im Bereich der Hauptfeuerwehrwache im Essener Ostviertel einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Baggerfahrer nahm die Bombe mit der Schaufel seines Fahrzeugs auf. Die englische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder ist am Montagabend erfolgreich entschärft worden. Die Chronik der Bombenentschärfung im Essener Ostviertel:

20.08 Uhr: Geschafft! Peter Giesecke hat den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Ostviertel erfolgreich entschärft. Die Straßensperrungen werden nun nach und nach aufgehoben und die Anwohner können zurück in ihre Wohnungen.

19.50 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen. Peter Giesecke werde mit der Entschärfung beginnen, erklärt Stadtsprecher Martin Rätzke.

19.16 Uhr: Während die Evakuierung für die Entschärfung der Weltkriegsbombe läuft, blicken wir auf die Zeit zurück, in der die Bomben auf Essen abgeworfen wurden. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs kamen bei den Angriffen in Essen 6384 Zivilisten ums Leben. Dank des Bunkerbaus in der Stadt war die Zahl der Opfer geringer als es der Zerstörungsgrad vermuten lassen würde: Von den 185.300 Vorkriegswohnungen wurden 64.000 komplett zerstört, 36.000 schwer beschädigt. Die Altstadt war zu 93 Prozent vernichtet.

18.52 Uhr: "Die Evakuierung läuft bislang gut", sagt Stadtsprecher Martin Rätzke. Insgesamt sind laut Stadt 130 Kräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen im Einsatz. Im Krisenstab arbeiten 30 Personen, an der Hotline und in der Öffentlichkeitsarbeit sechs Personen. Zudem sind circa 60 Polizisten im Einsatz.

Circa 30 Personen in der Betreuungsstelle

18.36 Uhr: Die Einsatzkräfte ziehen nun auch die Sperrungen im äußeren Bereich zu. Die Evakuierung verläuft laut Stadtsprecher Stefan Schulze bislang ohne Probleme. Circa 30 Personen sind bereits in der Betreuungsstelle. Viele Betroffene nutzen das schöne Wetter aber auch für einen Spaziergang oder einen Stadtbummel.

18.10 Uhr: Laut Stadt werden nun nach und nach im inneren Bereich die Straßensperrung zugezogen. Niemand darf mehr in diesen Bereich hineinfahren oder hineingehen.

18.05 Uhr: Aktuell laufen noch die Durchsagen in der Evakuierungszone. Die Anwohner werden per Lautsprecher aufgefordert, diese zu verlassen. Anschließend werden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes Kontrollgänge in der Evakuierungszone machen und von Tür zu Tür gehen. Zeitgleich werden die Straßensperren zugezogen. Eine genaue Uhrzeit dafür gibt es noch nicht.

17.47 Uhr: Laut Stadt sind auch der Schienenersatzverkehr der Linie 107, die Buslinien 154, 155, 160, 161 und die 166 der EVAG von der Entschärfung betroffen.

Peter Giesecke wird die Bombe entschärfen

17.42 Uhr: Seit Anfang 2014 müssen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in den meisten Fällen sofort entschärft werden, wenn sie entdeckt werden. So sieht es ein Erlass der Bezirksregierung vor.

17.33 Uhr: Sprengmeister Peter Giesecke vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung wird die Bombe entschärfen. Er kann erst mit seiner Arbeit beginnen, wenn die Anwohner die Evakuierungszone verlassen haben. Unter den Betroffenen sind auch die Bewohner des Richard-Schmücker-Hauses, einer Einrichtung mit betreutem Wohnung für Senioren. Sie werden mit einem Evag-Bus in die Sammelstelle gebracht.

17.27 Uhr: In der Evakuierungszone liegt neben der Feuerwehrwache auch das Gebäude, in dem sich der Krisenstab, der solche Einsätze koordiniert, trifft. Die Mitglieder des Krisenstabes dürfen, so erklärt Stadtsprecher Stefan Schulze, bis kurz vor der Entschärfung in dem Gebäude bleiben. Beginnt die Entschärfung, müssen sie das Gebäude verlassen und sich an der von der Bombe abgewandten Hausseite aufhalten.

Auch Feuerwehrwache liegt im 250-Meter-Radius

17.17 Uhr: Die Leitstelle der Feuerwehr bleibt erreichbar, obwohl sie im 250-Meter-Evakuierungsbereich liegt. Die Feuerwehrleute bleiben nach Absprache mit dem Entschärfer vor Ort. Dies sei laut Stadt möglich, da die Leitstelle vom Bombenfundort abgewandt liege.

17.10 Uhr: Die Stadt hat bereits die Sperrstellen festgelegt. Wann die Straßen genau abgeriegelt werden, steht laut Stadtsprecher Stefan Schulze noch nicht fest.

17:04 Uhr: Das Ordnungsamt macht innerhalb der Evakuierungszone erste Durchsagen. Es sind rund 1000 Personen in dem 250-Meter-Radius betroffen. Stadtsprecher Stefan Schulze berichtet, dass ein Baggerfahrer die Bombe mit seiner Schaufel aufgenommen habe. Dort befinde sich der Blindgänger seither.

16.55 Uhr: In einem Radius von 250 Metern wird evakuiert. Das Ordnungsamt wird die Anwohner über Lautsprecherdurchsagen informieren, außerdem werden Mitarbeiter von Tür zu Tür gehen. Im Umkreis von 500 Meter müssen die Anwohner in ihren Häusern bleiben und Abstand zu Fenstern halten. Eine Sammelstelle wird gegen 17 Uhr in der Frida-Levy Gesamtschule an der Hollestraße/ Varnhorststraße eingerichtet. Informationen für Bürger gibt es unter der Telefonnummer 123-8888.