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Weg zur städtischen Sekundarschule gestaltet sich in Essen weiter zäh

17.10.2012 | 14:00 Uhr
Weg zur städtischen Sekundarschule gestaltet sich in Essen weiter zäh
In der Diskussion um einen geeigneten Standort richtet sich der Blick auch auf die Franz-Dinnendahl-Realschule in Kray. Der neue Schulleiter Christian Ponten gibt sich zurückhaltend und verweist auf den Informationsbedarf der Eltern.Foto: Sebastian Konopka

Essen.   In einem knappen halben Jahr laufen an den weiterführenden Schulen die Anmeldungen für das Schuljahr 2013/2014. Der Weg zur Einführung einer städtischen Sekundarschule gestaltet sich weiter zäh.

In einem knappen halben Jahr laufen an den weiterführenden Schulen die Anmeldungen für das Schuljahr 2013/2014. Ob Eltern, deren Kinder dann die Grundschule verlassen, in ihre Überlegungen die Option Sekundarschule einbeziehen können, ist weiterhin offen – der Weg zur Einführung der neuen Schulform in Essen gestaltet sich zäh. Nur eine der „Entwicklungskonferenzen“ in den neun Stadtbezirken, mit denen die Verwaltung den Diskussionsprozess ankurbeln wollte, steht noch aus, und bislang hält sich die Begeisterung der Schulen offenbar in Grenzen.

„Nicht am grünen Tisch beschließen“

Während die unter schlechten Anmeldezahlen leidenden Hauptschulen in der Sekundarschule zwar die Chance auf lebenserhaltende Maßnahmen sehen, sind die Realschulen vorsichtig. Es gebe „unterschiedliche Einschätzungen“, hatte die Verwaltung bereits im Frühsommer festgestellt. Ob sich das mit den Enwicklungskonferenzen geändert hat und ob sich irgendwo Anknüpfungspunkte ergeben, will Schuldezernent Peter Renzel (CDU) nach dem nächsten und letzten Treffen sondieren. Renzel betont weiterhin, man werde nicht gegen den Willen von Eltern und Schulen agieren. „Wenn wir so etwas am grünen Tisch beschließen, kommen wir nicht weiter.“

Auf mehr Aufklärungsarbeit drängt denn auch die Politik im Stadtbezirk VI (Katernberg, Schonnebeck, Stoppenberg), wo die Mehrheit der Bezirksvertreter durchaus gerne eine Sekundarschule sähe. „Wir würden das befürworten“, sagt André Vollmer, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Die brachte in der jüngsten Sitzung der BV – gegen die Stimmen unter anderem der CDU – einen Antrag durch, der helfen soll, den Boden zu bereiten.

Die Verwaltung möge „alle Eltern im Einzugsgebiet des Bezirkes VI über die konzeptionellen Inhalte der Sekundarschule umfassend informieren“ sowie „die vorgeschriebene förmliche Elternbefragung zur Einrichtung einer Sekundarschule bis Ende 2012 durchführen und auswerten“. Man habe diesen Antrag gestellt, um darauf hinzuweisen, „dass wir mit der Gustav-Heinemann-Gesamtschule nur noch eine eigenständige weiterführende städtische Schule im Bezirk haben“, so Vollmer. „Wir möchten nicht, dass unser Bezirk bildungspolitisch ausblutet.“ Zugleich betont auch Vollmer, eine neue Schulform müsse breite Akzeptanz haben. „Wenn die Eltern nicht wollen, dann nicht.“

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Kommentare
18.10.2012
19:12
Weg zur städtischen Sekundarschule gestaltet sich in Essen weiter zäh
von lyx7 | #4

@ bb | #3
Eltern, denen an einer guten Bildung und individuellen Förderung ihrer Kinder liegt, werden heutzutage sicherlich keine Realschule mehr...
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/weg-zur-staedtischen-sekundarschule-gestaltet-sich-in-essen-weiter-zaeh-id7200756.html
2012-10-17 14:00
Essen, Sekundarschule, Dinnendahl, Christian Ponten, Realschule, Einführung, Schuljahr
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