Watzke und Klopp loben beim Test gegen RWE das neue Essener Stadion

Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp im Stadion Essen.
Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp im Stadion Essen.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
RWE unterlag im Testspiel Dortmund klar mit 1:5. Dennoch erleben 17 000 Fans ein tolles Fußballfest im Stadion Essen an der Hafenstraße. Lob gab es von den Jürgen Klopp und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke für das Stadion: „Allerdings muss jetzt auch mal sportlich was passieren“.

Essen.. „Tolles Stadion“, lobte Jürgen Klopp und brummelte dann noch etwas Spott hinterher: „Die vierte Seite habt ihr auch noch zugekriegt. Und ich dachte schon, ihr wollt da ein Patent anmelden.“ Aber ob drei oder vier Tribünen: Die Bilanz des Trainers von Borussia Dortmund in der zweitgrößten Stadt des Ruhrgebiets bleibt makellos. Am Sonntag war er mit dem BVB zum vierten Mal in Essen. Und zum vierten Mal fuhr seine Mannschaft mit einem Sieg nach Hause. 5:1 stand es am Ende für die Borussia. Die privaten Erinnerungen von Klopp an Essen sind übrigens nicht ganz so gut. Vor Jahren wurde ihm der Zugang zu einer Essener Disco verweigert. Schwamm drüber.

17 000 Zuschauer zog es bei herrlichem Fußballwetter ins Stadion des Viertligisten. Einige RWE-Fans hatten statt des rot-weißen Trikots schwarzgelbe Farben übergezogen. Dortmund ist, anders als ein anderer Bundesliga-Klub aus der Region, durchaus beliebt unter RWE-Fans. „Beim Saisonauftakt am Freitag zieht ihr dann aber wieder unser Trikot an“, forderte RWE-Präsident Michael Welling, der zahlreiche Fans zum sportlichen Höhepunkt am Ende der Saisonvorbereitung per Handschlag begrüßte.

Gute Stimmung auf der Westtribüne

Auch erstmals im Stadion: Andreas Tyrock, neuer Chefredakteur der WAZ und ausgewiesener Fußballfan. „Schönes Wetter, unterhaltsames Spiel, und trotz des klaren Ergebnisses haben die RWE-Fans gute Stimmung gemacht“, sagte Tyrock. Vor allem auf der WAZ-Westtribüne war wieder einmal was los. RWE und die WAZ haben seit letzter Saison eine langfristig angelegte Partnerschaft. Die umfasst nicht nur Aktionen rund um Spiele der ersten Mannschaft, sondern auch Kooperationen bis in den Jugendbereich des Klubs.

„RWE hat sich hier was aufgebaut“, sagte ein prominenter Gast, der am Sonntag ebenfalls das erste Mal im neuen Essener Stadion war: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Watzke genoss auf der Tribüne den klaren Sieg seiner Jungs an der Seite des Essener Weltmeisters von 1990, Frank Mill. „Ein wirklich schönes Stadion haben die Essener hier. Da würde sich manch Zweitligist freuen“, lobte Watzke. „Allerdings muss jetzt auch mal sportlich was passieren“, so der BVB-Boss weiter.

Der Drei-Klassen-Unterschied zwischen Bundesligist und Champions-League-Teilnehmer sowie dem gastgebenden Regionalligisten war zumindest in der ersten Hälfte unübersehbar. Die Rot-Weißen trugen es mit Fassung. Mögen Klopps Worte in Erfüllung gehen: „Schön zu sehen, dass Essen auf dem richtigen Weg ist. Das Ruhrgebiet ist groß genug: Von mir aus kann RWE gerne ein paar Ligen höher spielen.“