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Warum Bischof Overbeck ein großes Auto benötigt

10.03.2016 | 13:00 Uhr
Warum Bischof Overbeck ein großes Auto benötigt
Zwei Stunden Beten täglich, und in der Fastenzeit sogar zweieinhalb: Overbeck im Gespräch mit Essener Schülern.Foto: Bistum

Essen.   Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck sprach vor Schülern der Gymnasien Stoppenberg und Wolfskuhle und stellte sich kritischen Fragen.

Ethik und Kirchenfinanzen, soziale Ungerechtigkeit und Umgang mit Homosexualität – einen breiten Bogen spannten rund 30 Schüler der Gymnasien am Stoppenberg und an der Wolfskuhle, als sie sich zum Gespräch mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck trafen.

Seit mehreren Jahren beteiligt sich das Ruhrbistum am „Dialog mit der Jugend“ des Initiativkreises Ruhr – und wo das Unternehmensnetzwerk sonst Vorstandsvorsitzende von Wirtschaftskonzerne mit Schülern aus der Region zusammenbringt, steht beim Termin mit der katholischen Kirche der Bischof selbst Rede und Antwort.

Großes Staunen löste Overbeck dabei gleich zu Beginn mit seiner Antwort auf die Frage nach seinem Tagesablauf aus. „Mein Tag beginnt um 20 nach fünf“, sagte Overbeck und fügte gleich hinzu: „Ich lebe ein ziemlich extremes Leben.“

40 Termine mit Firmenchefs im Revier

Dass der Tag des Bischofs vom Kalender diktiert wird und Overbeck letztlich eine Sieben-Tage-Woche hat, würden Schüler vielleicht auch bei anderen hochrangigen Vertretern des „Dialog mit der Jugend“-Programms erfahren. Doch dass Overbeck auch noch täglich ein bis zwei Stunden betet, dürfte den Kirchenmann von vielen Wirtschaftsvertretern unterscheiden. Und auf die Frage nach seinem aktuellen Fasten-Vorsatz nennt der Bischof nicht etwa den Verzicht auf Bier und Fleisch („die Alternativen sind doch in unserer Konsum-Gesellschaft kein wirklicher Verzicht“) oder das Handy („dann erreichen mich meine Mitarbeiter nicht“), sondern den Plan, täglich eine zusätzliche halbe Stunde zu beten. Auch mittags bemühe er sich regelmäßig um eine Gebetszeit, „damit ich weiß, warum ich das alles hier tue – weil ich nicht einfach nur ein Manager bin“.

Ob die vielen Kirchenaustritte nicht auch auf seinen „luxuriösen Lifestyle“ zurückzuführen seien, fragte einer der Schüler vor allem mit Blick auf Overbecks Dienstwagen. „Ich führe kein luxuriöses Leben“, entgegnete der Bischof deutlich. Ein großes Auto benötige er, weil er viel Zeit darin verbringe und Platz zum Arbeiten benötige. Außerdem sei er eben ziemlich groß – „ich kann nicht in einem kleinen Fiat 500 durch die Gegend fahren“. Allerdings kündigte Overbeck an, dass der aktuelle VW Phaeton künftig durch einen anderen Wagen abgelöst werde. Statt seiner Lebensführung sieht Overbeck ganz andere Themen als Grund für Kirchenaustritte: „Den Menschen ist das Leben mit Gott fremd geworden“, nannte er den Jugendlichen einen aus seiner Sicht besonders wesentlichen.

Die jährliche „Dialog mit der Jugend“-Reihe umfasst jährlich rund 40 Termine, bei denen sich Mitgliedsfirmen des Initiativkreises Ruhr kritischen Fragen von Schülern aus dem ganzen Ruhrgebiet stellen.

Die nächsten Termine in Essen: Hochtief (13. März), ifm electronics (14. April), Trimet Aluminium (18. April). Im Oktober war die Reihe gestartet.

Kommentare
10.03.2016
23:48
Warum Bischof Overbeck ein großes Auto benötigt
von NiceGuy | #8

Für diesen Schenchristen gilt die Bibel: Er sät nicht er erntet nicht und der liebe Gott ernährt ihn doch

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2016-03-10 13:00
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