Warnstufe Rot - Im Wald ist es jetzt zu gefährlich

Im Wald ist es jetzt gefährlich.
Im Wald ist es jetzt gefährlich.
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Was wir bereits wissen
Unwetterzentrale prognostiziert für heute vereinzelt Orkanböen von bis zu 110 Stundenkilometern

Essen.. Der Landesbetrieb Holz und Wald sowie Grün und Gruga appellieren an die Essener Bürger, den Wald heute und morgen zu meiden. „Es werden Sturmböen von 80 bis 110 Stundenkilometern erwartet“, berichtet Michael Börth, Fachgebietsleiter bei der Regionalforstbehörde Ruhrgebiet. Seine Mahnung: „Bleibt aus dem Wald raus!“ Die Unwetterwarnung für Essen gilt für Dienstag, zwei Uhr früh, bis Mittwoch, 23.30 Uhr. Am stärksten soll der Sturm heute werden.

Es ist ein schierer Zufall, aber die Empfehlung, nicht in den Forst zu gehen, kommt gleichzeitig mit der Aufhebung des Waldbetretungsverbotes am 1. April. Diese behördliche Ordnungsverfügung des Landesbetriebes Wald und Holz NRW läuft jetzt zehn Monate nach dem verheerenden Orkan Ela aus. Bisher galt das Verbot für alle Essener Waldgebiete südlich der A40. Ausgenommen davon waren nur 14 Hauptwege, die von Grün und Gruga freigemacht worden waren. Ab Mittwoch sind die beliebten Wälder im Essener Süden wieder für Erholungssuchende zwar freigegeben, bei akuten Sturmwarnungen sollten Besucher aber Wälder generell meiden. Unzufrieden mit der Situation in Essen ist die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Sie kritisiert, dass viele Spazierwege wegen der verheerenden Schäden, die Ela angerichtet hatte, immer noch nicht passierbar sind.