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LEG-Verkauf

Vor allem ältere Mieter beunruhigt

24.06.2009 | 18:02 Uhr

Die neuen Irritationen um den Verkauf der landeseigenen Wohnungsgesellschaft LEG sorgen in Essen für ein geteiltes Echo.

 Spekulationen im Düsseldorfer Landtag, die 92 000 Wohnungen seien im Juni 2008 nicht an den Immobilienfonds der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, Whitehall Real Estate Funds, verkauft worden, sondern an unbekannte Kleinfirmen mit Sitz im Ausland, empören die Essener SPD. „Aus dem LEG-Verkauf droht spätestens jetzt ein LEG-Skandal zu werden”, sagte der SPD-Vorsitzende Dieter Hilser. Die rund 1400 betroffenen Mieter in Essen hätten ein Recht, dass die „Geheimniskrämerei” der Landesregierung um den Verkauf beendet werde. Er sprach von „einem Stück aus dem Tollhaus”.

Im „Bergmannsfeld” in Freisenbruch, mit rund 800 Wohnungen die mit Abstand größte LEG-Siedlung in Essen, zeichnete sich am Mittwoch kein einheitliches Meinungsbild ab. Ältere Mieter, die ihre Wohnung noch zu Zeiten der „Neuen Heimat” bezogen hatten, reagierten auf derartige Verkaufsmeldungen erfahrungsgemäß „mit einer gewissen Beunruhigung”, bestätigte Markus Heijenga, der für den „Sozialdienst katholischer Frauen” (Skf) im Bergmannsfeld ein Stadtteilbüro organisiert. Erstmieter hingegen, nicht selten mit Migrationshintergrund, hätten „oft andere Sorgen als die Eigentumsverhältnisse ihrer Wohnung”.

Entscheidend für die LEG-Mieter im Bergmannsfeld ist nach Beobachtung von Heijenga, wie sich der Umgang mit ihrem Vermieter nach dem Verkauf gestalte. „Und da gibt es zurzeit keinen Grund zur Klage: Die Modernisierung der Wohnungen läuft weiter, die Ansprechpartner sind dieselben geblieben.” Auch nach dem Verkauf der landeseigenen Wohnungsgesellschaft seien die vertraglich vereinbarten Zuschüsse zum Stadtteilbüro normal weiter geflossen. Sogar an einer Buchveröffentlichung beteiligten sich die neuen LEG-Inhaber. Titel: „40 Jahre Bergmannsfeld.”

Tobias Blasius

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25.06.2009
14:18
Vor allem ältere Mieter beunruhigt
von rotlicht | #2

Die LEG-Wohnungen gehören wieder in Gemeineigentum!
Es ist unglaublich, was hier möglich ist. Die verantwortlichen Politiker sollte man „vor den Kadi“ zerren. Aber wahrscheinlich haben sie sich die Gesetze vorzeitig schon so zurecht- gebogen, dass man ihnen nichts kann. Ach ja, sie sind ja einzig ihrem Gewissen verantwortlich. CrossBorderLeasing und Verschachern unserer Daseinsvorsorge gehören abgestraft. Kommunisten gehören in die Parlamente, dann hört die Mauschelei endlich auf. In einigen Ruhrgebietsstädten und in zahlreichen Mieterinitiativen habe sie ja schon bewiesen, dass sie konsequente Interessensvertreter der kleinen Leute sind.
Und der aktuelle Nachweis:
http://www.dkp-ruhr-westfalen.de/dkp-essen/index.php?option=com_content&view=article&id=243

24.06.2009
21:17
Vor allem ältere Mieter beunruhigt
von sprichdichaus | #1

Beunruhigung und Mißtrauen sollten in einer solchen Situation auch eine Selbstverständlichkeit sein. Denn wie sicher ist der Kündigungsschutz für langjährige Mieter festgesetzt ? Werden die Wohnungen als Eigentum angeboten? Alles offene Fragen die offen sind. Die Landesregierung sollte umgehend dazu Stellung nehmen und mit offenen Karten spielen.

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