Von wegen Rauswurf: Willi Nowack will Genosse bleiben
30.12.2012 | 18:20 Uhr 2012-12-30T18:20:00+0100
Essen. Haben Essens Sozialdemokraten aus lauter Vorfreude, ihren Ex-Frontmann Willi Nowack endlich los zu sein, juristisch geschlampt? Dies jedenfalls behauptet der geschasste (Ex-)Genosse in einem Brief an die Parteizentrale, der der NRZ vorliegt.
Haben Essens Sozialdemokraten aus lauter Vorfreude, ihren Ex-Frontmann Willi Nowack endlich los zu sein, juristisch geschlampt? Dies jedenfalls behauptet der geschasste (Ex-)Genosse in einem Brief an die Parteizentrale, der der NRZ vorliegt.
Darin betont Willi Nowack, einst Landtagsabgeordneter und Parteivize, Fraktionschef und allgewaltiger Frontmann der Sozis, dass seine jüngst vom Oberlandesgericht bestätigte Verurteilung zu einer Haftstrafe von mehr als einem Jahr mitnichten automatisch zum Rauswurf aus der Partei führt. Grund: Der von der Parteigeschäftsstelle angeführte Paragraph 45 des Strafgesetzbuches formuliert als Voraussetzung die Verurteilung zu mehr als einem Jahr Haft wegen eines „Verbrechens“. Um ein solches handelt es sich bei Straftaten, die laut Gesetz mindestens ein Jahr Haft nach sich ziehen.
Frist bis zum 15. Januar
Nowack wurde wegen Insolvenzverschleppung und Bankrott verurteilt – beides Straftaten mit deutlich geringerem Mindeststrafmaß, und deshalb keine „Verbrechen“, sondern „Vergehen“. Auch die von der SPD-Zentrale angeführte Vorschrift aus dem Parteiengesetz greife nicht, betont Nowack, der erklärtermaßen nicht vorhat, sein Parteibuch selbst zurückzugeben. Im Gegenteil: „Bitte bestätigt meine weitere Parteimitgliedschaft“ formuliert Nowack und setzt der Partei mit Dieter Hilser an der Vorstandsspitze dafür eine Frist bis zum 15. Januar.
Sollte die Partei dem Wunsch nicht nachkommen, will Nowack ordentliche Gerichte bemühen, um weiter Genosse bleiben zu dürfen. Parteichef Dieter Hilser sieht diese Drohung auf NRZ-Nachfrage gelassen: Entscheidend sei das Strafmaß von mehr als einem Jahr Haft, erklärte er gestern nach Rücksprache mit Parteigeschäftsführer Arno Klare, „wir haben da gar keinen Spielraum“. Er sehe deshalb „zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass, die Position des Parteivorstands zu korrigieren“.
Immerhin, an der positiven politischen Einstellung zur Sozialdemokratie lässt Willi Nowack es nicht mangeln: Im letzten Satz seines Schreibens wünscht er der hiesigen SPD „viel Erfolg im nächsten Jahr, insbesondere bei der Bundestagswahl“.

12:48
nennt man wohl realitätsverlust.oder besser....im alter werden sie wieder drollig.
14:58
Die Essener Bürger haben doch jahrzehntelang diese SPD-Politik gewählt und unterstützt.
Jedoch haben sie bis heute nichts daraus gelernt.
Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlachter selber.
20:42
Los Willi mach Sie fertig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das konntest Du doch am Besten!!!!!!
Und danach feiert wir das Willi Jahr 2013!!!!!!
19:18
Die komplette Führungsriege samt Hülser und Mandatsträger haben jahrelang deinen Speichel geleckt und sind in die Ritze gekrochen. Sie haben alle profitiert und mitgemischt. Leg die Karten auf den Tisch. Das hilft der Stadt Essen.Feg die Günstlinge von der Platte.
15:56
...als Neuerscheinung wären doch jetzt mal ein echter Klopper.
Zwar vom anderen Autor, aber sicher interessant.
Wenn der seine Memoiren schreibt, dann bekommen einige Herrschaften das Flattern - ich fürchte, daß manche politische "Karrieren" dann ins Wanken kämen... Er würde damit der SPD einen letzten großen Dienst erweisen.
Nicht, daß ich für die Politnase Willi auch nur einen Funken Sympathie übrig hätte, aber genauso widerlich finde ich diejenigen, die als ehemalige Günstlinge ihn heute bequem loswerden, und nie was mit ihm zu tun gehabt haben wollen.
Willi, mach et!
11:41
Die Geister welche die Genossen riefen, werden sie jetzt nicht mehr los.
Es gibt nicht einen in der Führung der Essener-SPD, der nicht durch Willi Nowack dorthin gekommen ist. Von daher ist es ziemlich verlogen was die Genossen da jetzt abziehen.
Lasst den Willi Genosse bleiben, es gibt andere Möglichkeiten um ihn ruhig zu stellen. Erst einmal geht er demnächst für einige Zeit in die Staats-Herberge und danach kräht eh kein Hahn nach ihm. Der Parteiausschluss ist einfach nur ganz übles Nachtreten.
17:08
Brauchen die Essener noch ein neues Karnevalsmotto ?
Niemals vergessen - Korruption und Filz -die sind aus Essen
Und der Willi sitzt ganz oben auf dem Mottowagen und singt : Da simmer dabei-Viva Assindia.......
05:13
Bis zur letzten Sekunde darf man erkennen , dass Genosse Nowack aufgrund seines Verhaltens ideale Voraussetzungen für ein Politamt hat/te !
Mittlerweile dürfte er eine "gebrochene" Person sein und ich sehe ihn innerlich ähnlich gelagert wie Herrn Amarell . Auch er zieht sich nur noch an aussichtslosen Grabenkämpfen hoch , welche ihn immer tiefer herabziehen . Ebenso wie beim Schiri wird sein privates Umfeld schwer leiden und einfach nur mal zur Ruhe kommen wollen . Alle anderen (Seilschaften , Politfilz , Mittäter ...) haben sich eh so weit wie nur irgendwie möglich aus der Schusslinie abgesetzt !
Mal sehen , ob das alles ohne ............ endet ??
00:51
Willi Nowack ist grundsätzlich ein untragbarer Politganove.
Jahrelang hat er die Essener SPD gegängelt und kaum ein heutiger Spitzensozi ist nicht durch seinen Hintern gekrochen.
Er hat Sparkassendirektoren Kredite aus der Tasche geleiert, für die Diese eigentlich wegen Veruntreuung angezeigt werden müssten.
Er hat, entgegen seinen seriösen Eltern hemmungslos deutlich gemacht, dass Politik ein Mittel zum Zweck für persönliche Bereicherung sein kann.
Aber alle Scheinheiligen die sich heute gegen ihn empören haben mitgespielt oder weggesehen.
Ich mag diesen Menschen wirklich nicht, aber alle die ihn gewähren ließen, oder gar für ihren eigenen Vorteil unterstützt haben, sind keinen Deut besser als er.
21:17
dass er die Zeichen einfach nicht erkennt.
Dieser Starrsinn und dieses Verkennen der Realitäten ist doch sonst eher senilen oder dementen älteren Herrschaften vorbehalten.
Herr Nowack, Sie "haben fertig", erkennne Sie das endlich.