Von Tucholsky-Texten bis zu „Titos Brille“

Die Jüdischen Kulturtage im Rheinland sorgen auch in Essen für ein spezielles Programm. Zum Auftakt spielt am Sonntag, 22. Februar, um 16 Uhr das Unterhaltungsorchester „Lechaim“, das aus Mitgliedern der Jüdischen Kultus-Gemeinde Essen zusammengesetzt ist, in der Alten Synagoge am Edmund-Körner-Platz auf. Auf dem Programm stehen Klezmer-Musik, aber auch Spirituals oder Leonard Cohens berühmtes „Halleluja“.

Im Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Straße 2, steht am 1. März ,17.30 Uhr, mit dem Film „Titos Brille“ eine jüdische Familiengeschichte aus dem ehemaligen Jugoslawien und Deutschland auf dem Programm. Am 8. März folgt um 17.30 „Ein Sommer in Haifa“, eine stimmungsvolles Bild der 1950er Jahre dieser Stadt und um 19 Uhr „Get – der Prozess der Vivianne Amsalem“.

Der Hauptraum der Alten Synagoge ist am 8. März, 17 Uhr, für 30 junge Musiker reserviert, die jiddische und deutsche Volksmusik unter Anleitung international bekannter Künstler aus den USA und Israel spielen.

Mit seinem Buch „Die Pension“ kommt Piotr Pazinski am, 12. März nach Essen. Der ins Deutsche übersetzten Lesung einzelner Passagen soll eine Diskussion über Vergangenheit und Gegenwart von Juden in Polen folgen. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Polnischen Institut Düsseldorf.

Im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit lädt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit am 9. März um 19 Uhr zu einem Vortrag von Klaus Wengst (Bochum) ein. Sein Thema: „Im Gehen entsteht der Weg. Der Humanität den Weg bahnen in der Spannung von Partikularität und Universalität.“ Die städtische Veranstaltungsreihe „Gegen den Strom. Originale, Exzentriker, Nonkonformisten“ bringt Daniel Hoffmann am Donnerstag, 19. März, 19 Uhr, dazu, Fragen zum Werk von Kurt Tucholsky als großen Nonkonformisten der Literatur der Weimarer Republik stellen.