Von der Linie 105 profitieren auch die Radfahrer

Frintrop/Oberhausen..  Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 105 bleibt diesseits und jenseits der Stadtgrenze ein Dauerthema. Schließlich müssen die Bewohner der Nachbarstadt in gut zwei Wochen über ein Projekt entscheiden, das 81 Mio. Euro kostet, aber einen mehr als doppelt so hohen volkswirtschaftlichen Gewinn bringen soll.

Die Chefs des Oberhausener Verkehrsunternehmens Stoag, Peter Klunk und Werner Overkamp, haben jetzt nach einer Diskussionsrunde dieser Zeitung auf mehrere konkrete Fragen geantwortet.
Woher sollen die 8400 zusätzlichen Fahrten kommen, mit denen die Gutachter werktäglich auf der Strecke der 105 rechnen?
Die Fahrgastprognose erfolgte mit Hilfe eines Verkehrsmodells nach den Vorgaben der standardisierten Bewertung.

Die meisten dieser Fahrten finden auf Verbindungen zwischen Oberhausen-Sterkrade beziehungsweise der Neuen Mitte Oberhausen und den westlichen Essener Stadtteilen statt, da sich auf diesen Verbindungen die Fahrtzeiten deutlich verkürzen.
Um wie viele Meter wird die Essener Straße ab Unterstraße verbreitert? Gibt es einen Fuß-/Radweg?
Die Straßenbegrenzungslinien der Essener Straße werden nicht verändert; der Querschnitt wird lediglich neu geordnet. Der öffentliche Verkehrsraum ist so breit, dass die Straßenbahntrasse am Nordrand zusätzlich gebaut werden kann. Der Radweg in Richtung Essen bleibt erhalten bzw. wird als Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau ausgebaut. Zusätzlich wird erstmalig ein Angebotsstreifen für Radfahrer in Richtung Oberhausen hergestellt.