Von 1000 Schaffnern nur noch 80 gebraucht

Aus der WAZ vom 20. Januar 1965:.  Obwohl seit 1950 bei der Essener Straßenbahn die Löhne 18 mal angehoben worden seien, habe es nur fünf Tariferhöhungen beim Fahrpreis gegeben. Diese Feststellung ist in einer von Oberstadtdirektor Rewoldt verfassten Vorlage an alle Ratsherren für die morgige Sitzung des Stadtparlaments enthalten. Die Evag schiebe zur Zeit einschließlich des im letzten Jahr erwirtschafteten Defizits von fünf Millionen DM eine Unterbilanz von 19 Millionen DM vor sich her. Dr. Rewoldt weist auf den „entscheidenden Schritt“ hin, der durch die Vereinfachung der Tarifstruktur vorbereitet wird: „Nach Erreichung vollständiger Selbstbedienung wird das Schaffnerpersonal von zur Zeit 1000 Kräften auf 80 verringert werden können.“ Die Evag selbst habe seit der Währungsreform zur Vermeidung von Tariferhöhungen einen Vermögensverzehr durch Substanzveräußerungen in Höhe von 32 Millionen DM auf sich genommen. Auch die Zuschüsse der Stadt gingen in die Millionen.