Vom Abwasser befreit und naturnah gestaltet

In Essen hatte der erste Emscher-Umbau erhebliche Folgen. Die Emscher in Karnap und Altenessen wurde begradigt, Nebenläufe wie Berne, Borbecker Mühlenbach, Stoppenberger Bach, Schwarzbach oder Katernberger Bach wurden zu „Köttelbecken“ degradiert.

Seit der Nordwanderung des Bergbaus Ende der 1980er-Jahre sind keine Bergsenkungen mehr zu befürchten, so dass nun auch unterirdische Abwasserkanäle gebaut werden können. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft den Emscher-Umbau um. Jedes Gewässer erhält ein unterirdisches Pendant, durch das die Abwässer zu den Kläranlagen abgeleitet werden. Die oberirdischen Bäche sind damit abwasserfrei und können naturnah umgebaut werden: Die Betonsohlschalen werden entfernt, die Böschungen weiter und vielseitiger gestaltet. Wo der Platz es zulässt, erhalten die einst begradigten Flüsse wieder einen kurvenreicheren Verlauf.

Und auch dieses Mal verändert der Emscher-Umbau das Stadtbild. Der Mittellauf des Läppkes Mühlenbachs (Stadtgrenze Oberhausen) ist bereits renaturiert. Auch der Oberlauf des Borbecker Mühlenbachs südlich der A40 ist komplett vom Abwasser befreit und naturnah umgestaltet. Nördlich der A 40 wurde 2013 der Abwasserkanal in Frohnhausen und Altendorf gebaut, um auch dort den Borbecker Mühlenbach vom Abwasser zu befreien. Weitere Baustellen: Katernberger Bach und Schurenbach.