Vier Ketten eröffnen neue Restaurants in der Essener City

Nach Informationen dieser Zeitung ziehen zwei Gastro-Betriebe in die ehemalige Filiale der Dresdner Bank an der Lindenallee, Ecke Rathenaustraße.
Nach Informationen dieser Zeitung ziehen zwei Gastro-Betriebe in die ehemalige Filiale der Dresdner Bank an der Lindenallee, Ecke Rathenaustraße.
Foto: EWG
Was wir bereits wissen
Gastronomie-Schwung für die Innenstadt: Gleich vier Ketten eröffnen in nächster Zeit. Alle setzen auf moderne Konzepte für ein junges Publikum.

Essen.. Die Gastronomie entdeckt verstärkt die Innenstadt. Was sich bislang vor allem in Rüttenscheid entwickelte, nimmt jetzt auch in der City Fahrt auf: In den kommenden Monaten kündigen sich gleich vier Neueröffnungen an. Das Auffällige: Bei allen Restaurants handelt es sich um moderne Gastronomie-Ketten, die auf neue Trends und auf ein jüngeres, hippes Publikum setzen. Dass es beim Gastronomie-Angebot in der City noch Aufholbedarf gibt, hatte zuletzt auch eine Umfrage gezeigt. Passanten vergaben nur ein „befriedigend“.

Nach Informationen dieser Zeitung ziehen zwei Gastro-Betriebe in die ehemalige Filiale der Dresdner Bank an der Lindenallee, Ecke Rathenaustraße. Die Umbauarbeiten in dem Haus, das seit längerem leer steht, haben bereits begonnen. Zum einen wird hier die asiatische Schnellgastronomie-Kette Ginyuu eröffnen, die bislang in Bonn, Köln und Stuttgart Restaurants betreibt und hinter der Vapiano-Gründer Kent Hahne steht. Zum anderen soll sich die österreichische Burger-Kette Burgerista für den Standort interessieren.

Ganz in der Nähe, in der Theaterpassage am Hirschlandplatz, wird die Düsseldorfer W.H.Y Concept GmbH eines ihrer Okinii-Restaurant eröffnen. Okinii verfolgt ein japanisches Gastro-Konzept. Und schließlich zieht nebenan in die Räume des ehemaligen Edelitalieners L’opera die vegetarische bzw. vegane Kette „Sattgrün“ ein, die bislang ausschließlich Läden in Düsseldorf betreibt.

Mieten in City-Lagen können sich nur Ketten leisten

„Für die Gesamtatmosphäre in der Innenstadt sind die neuen Restaurants ein Gewinn“, sagte Dieter Groppe von der städtischen Essen Marketing Gesellschaft (EMG). Die beiden Ansiedlungen im ehemaligen Dresdner-Bank-Haus würden neue Akzente zum Willy-Brandt-Platz hin setzen, wo die Gastro-Szene noch wenig entwickelt ist. Ginyuu beispielsweise will hier auch 200 Außensitzplätze anbieten.

Aus Sicht der Wirtschaftsförderung entwickelt sich eine regelrechte Gastronomiemeile in der Innenstadt, die sich vom Willy-Brandt-Platz über Rathenaustraße und Hirschlandplatz zum Grillo-Theater bis hin zu Lichtburg bzw. Kennedyplatz zieht. Von den neuen Gastronomiekonzepten werde zudem der Einzelhandel profitieren, so die Wirtschaftsförderung.

Essen und Trinken Dass es ausschließlich Ketten sind, die es in die Innenstadt zieht, mag der eine oder andere bedauern, allerdings sind die Mieten in City-Lagen meist so hoch, dass sich dies nur für Ketten mit großem Umschlag und zentralem Einkauf rechnet. Zudem setzen solche Betriebe verstärkt auf ein Publikum, dass sich in der Pausenzeit ein schnelles Mittagsessen gönnen möchte.