Viele sportliche Erfolge

Die Kanugesellschaft Wanderfalke (KGW) wird in diesem Jahr 90 Jahre alt. Das „kleine“ Jubiläum feiert der Verein mit einem Fest am Samstag, 13. Juni, am KGW-Vereinsheim zwischen der Straße Im Löwental 11 und dem Leinpfad am Ruhrufer – Eintritt frei.

Los geht es an diesem Tag mit dem Canadier-Rennen auf der Ruhr, Kostproben vom Kanupolo – in diesem dynamischen Ballsport auf dem Wasser spielt „Wanderfalke“ in der Bundesliga – geben Live-Einblicke in die spannende Welt des Bootssports. Alte Filme von Wanderfahrten und vom Rennsport, eine Fotoausstellung 90 Jahre KGW und eine kleine Bootsausstellung runden das Programm ab.

Auch für Kinder wird etwas geboten: Was gibt es Schöneres als auf der Wasserrutsche in die Ruhr zu rauschen? Bei der Tombola gibt es jede Menge Sachpreise - kleine Preise sind dagegen am Kuchenstand und am Grill angesagt.

Am 10. September 1925 wurde die „KGW“ - unter dieser Abkürzung kennt man den Verein heute in Werden, in ganz Essen und bundesweit im Kanusport – im Schevener Hof gegründet. Später bauten sich die Mitglieder der Kanugesellschaft Wanderfalke auf dem nördlichen Ruhrufer ein eigenes Vereinsheim – unter der Adresse Im Löwental 11.

Weltmeister im Vierer

Von den ersten Anfängen bis in die 1980er Jahre war die KG Wanderfalke im Kanu-Rennsport erfolgreich. Unter den Titeln, die bei Rennen eingefahren wurden, ist nicht nur die Deutsche Meisterschaft im Viererkajak, in der Vorkriegszeit wurde der KGW-Vierer sogar einmal Weltmeister. Auch im Einer und Zweier feierten Wanderfalke-Kanuten Aufsehen erregende Erfolge: Letzte große Rennsportlerin war Barbara Schüttpelz, die 1984 bei den Olympischen Spielen Silber und Bronze holte.

Schweren Herzens trennte sich der Verein schließlich vom kostspieligen Rennsport und half dafür mit, die Nachwuchsförderung der Rennkanuten bei der neu gegründeten KGE anzusiedeln. Dafür gab man jetzt beim Kanupolo richtig Gas: 2007 wurde die KGW Deutscher Meister.

In den vergangenen Jahren machten vor allem die jungen Spieler Sven Spenner, Jonas Gauselmann und Jan Herder sowie Susi Lümkemann als Trainerin von sich Reden. Sven Spenner wurde eine seltene Ehre zuteil: Er erhielt zusammen mit der Kanupolo-Nationalmannschaft das „Silberne Lorbeerblatt“ aus der Hand des Bundespräsidenten. Susi Lümkemann führte im Jahr 2012 die U21-Damenmannschaft zum Weltmeistertitel und wurde in Essen zur „Sportlerin des Jahres“ gekürt.

Mit der gerade laufenden Bundesliga-Saison im Kanupolo steht Wanderfalke wieder im Fokus und hofft auf ein gutes Abschneiden. Nach dem zweiten Spieltag steht das Bundesliga-Team auf dem siebten Tabellenplatz.

Trotz seines hohen Alters ist der Verein an der Ruhr jung geblieben. Die Bandbreite der aktiven Mitglieder reicht von den Bambini, dem jüngsten Kanupolo-Nachwuchs unter zehn Jahren, bis zu den Kanuten, die noch bis weit in ihr siebtes Lebensjahrzehnt als „Wanderfahrer“ dem Kanusport und ihrem Verein verbunden bleiben.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE