Viele Klagen über säumige Mieter
01.03.2010 | 13:58 Uhr 2010-03-01T13:58:00+0100
Essen.Die Zahl der säumigen Mieter in Essen hat nach Beobachtung des lokalen Eigentümerverbandes Haus&Grund in den vergangenen zwei bis drei Jahren deutlich zugenommen. Aber: Professionelle „Mietnomaden“ sind selten.
„Wir haben mehr Anrufe von Vermietern, die Rat bei uns suchen, weil Mieter ihre Miete nicht mehr pünktlich bezahlen“, sagt Geschäftsführer Werner Weskamp.
Gründe für die finanziellen Aussetzer der Mieter seien die allgemeine Wirtschaftslage, falsche Haushaltsführung oder auch Engpässe bei Hartz-IV-Empfängern, weil einige von ihnen das für den Vermieter gedachte Geld der Jobcenter für andere Zwecke verwendeten. Von säumigen Mietern hörten Vermieter oft abenteuerliche Geschichten - angeblich verhinderten Zahlungsdreher der Banken die pünktliche Zahlung oder sie geben verblüffend ehrlich an: „Wir haben lieber Urlaub gemacht, da hatten wir für die Miete kein Geld mehr.“
Falkobert Obst, der Vorstandsvorsitzende der 10 000 Mitglieder starken Essener Interessenvertretung der Immobilieneigentümer, rät allen Vermietern: „Schwingt bei Zahlungsrückstand nicht gleich die große Keule. Ein Gespräch mit dem Mieter bringt einen meist eher ans Ziel.“ Dann könne man auch die Ursachen erforschen und über Mietstreckungen für eine gewisse Zeit reden.
Schäden von 20 000 Euro
Erstaunlich oft sagten Vermieter nach Feststellung von Weskamp, sie hätten „Mietnomaden im Haus“, wenn sie eigentlich nur Mieter mit Zahlungsproblemen meinten. „Aber das sind natürlich keine echten Mietnomaden.“ Von Mietnomaden spricht Haus&Grund nur dann, wenn meist zahlungskräftig wirkende gut gekleidete Menschen in eine oft teure Wohnung oder in ein gehobenes Haus einziehen - schon mit der Absicht, auf keinen Fall Miete zu zahlen und sich herausklagen zu lassen - was im deutschen Rechtsstaat bis zu zwei Jahre dauern kann. In Essen seien bisher nur sehr wenige solcher massiven Betrugsfälle vorgefallen, bei denen Vermieter auf Kosten von bis zu 20 000 Euro inklusive mehrere tausend Euro Gerichtskosten sitzen blieben.
Rat: Vertrauen herstellen
Viele Vermieter seien durch Aktionen von Haus&Grund sensibilisiert, stärker als früher auf die Zahlungskräftigkeit von Mietinteressenten zu achten. Für knapp 30 Euro bietet Haus&Grund für Vermieter einen Solvenz-Check des Mietwilligen ein, dem dieser aber zustimmen muss. „Wir raten Vermietern auch, sich das bisherige Zuhause des potenziellen Mieters anzusehen“, sagte Weskamp. „Die Mieter sähen dies durchaus positiv: Nicht als Zeichen des Misstrauens, sondern als Interesse an einer langfristigen Vertrauensbindung.“
Von der Politik erhofft sich Haus&Grund eine Verkürzung des heute sehr langen Rechtsweges: Statt bis zu zwei Jahre seien neun Monate rechtssicher machbar, meinen die Verbandsvertreter. Dann würde Mietbetrug nicht mehr so lukrativ sein.
Die Mietpreise in Essen werden nach Ansicht von Obst und Weskamp noch lange Zeit relativ stabil bleiben. Nur Vermieter von Wohnungen im gehobenen Segment hätten noch die Chance, nennenswerte Mietsteigerungen durchzusetzen. Der Markt habe sich im Ruhrgebiet zugunsten der Mieter gewandelt - nur wer in seine Immobilien investiere und pfleglich mit seinen Mietern umgehe, habe eine Chance, die Kunden dauerhaft an sich zu binden.
14:38
@16
Blödsinn. Die Kosten wurden genau im richtigen Wechselkurs umgesetzt. Viele Rechnungsprogramme haben noch Jahre beide Summen, € u. DM gleichzeitig ausgewiesen
12:53
zu #15
sowohl die Materialkosten als auch die Löhne wurden fast 1 : 1 zwischen DM und € umgesetzt.
11:45
Was hat denn der Euro mit den stark gestiegenen Handwerkerrechnungen zu tun?
11:15
In Essen ist der Mietmarkt doch völlig auseinandergelaufen, der Süden wird immer teurer, der Norden+Osten immer leerer u. die Mieten stagnieren seit 10 Jahren ; Investitionen in die Objekte lohjnen sich wegen der seit Euroeinführung stark gestiegenen Handwerkerrechnungen kaum noch; Weiterverkäufe sind wie o.g. schwierig, zeitraubend u. verlustträchtig !
09:58
Früher wurde vom Arbeitsamt oder vom Sozialamt die Miete direkt an den Vermieter gezahlt, jetzt nutzen viele Hartzer das Geld das sie selbstbestimmt an den Vermieter weiterreichen sollten, eben für ihre anderweitigen Ausgaben. Ich erspare mir jetzt alles aufzuzählen welchen überflüssigen Mist sich viele kaufen oder meinen haben zu müssen.
08:41
zu 2
was haben die Grünen und die Linken damit zu tun?
Die haben doch keine Regierungsverantwortung in diesem Land.
Aber hoffentlich bald!
21:45
Es gibt auch Geschichten von Vermietern, die ihr Haus verkaufen ohne den Mieter in Kenntnis zu setzten. Dieser zahlt monatelang die Mieter wie gewohnt weiter, während sich der Normadenvermieter nach Spanien absetzt. Dort gibt es kein Einwohnermeldeamt und somit ist der Vermieter nicht ermittelbar. Anschließend kommt der neue Hauseigentümer und verlangt die Miete erneut.
Das ist auch Realität in Deutschland.
21:17
solche dinge lassen sich regeln.
aber sicher nicht auf dem rechtsstaatlichen weg.
21:09
Viele Klagen über säumige Mieter,
Nach meiner Jugendzeit (Hotel Mama) und Bundeswehrgrunddienst habe ich über einen längeren Zeitraum bei drei verschiedenen Vermietern Wohnraum angemietet.
Es gab zu keinem Zeitpunkt auch nur die geringste Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Privaten Vermieter.
Ende der 80iger versuchte meine Frau und ich zusätzlich etwa für die Alterssicherung zu tun. Wie kauften uns ein etwas älteres 10 Familien Haus. Für uns notwendige Arbeiten ließen wir von Fachfirmen ausführen. So z.B. Schellen mit Gegensprechanlage, Gemeinschaftstrockner, Haustür, Briefkästen, Treppenhaus und Fassadenrenovierung um nur einige Sachen zu nennen. Wir wohnten selber nicht in diesem Haus die Mieter sollten sich aber in unserem Eigentum wohlfühlen.
Bei dem überwiegenden teil der Mieter, jeweils 8 bis 9 Parteien gab es so gut wie keine Probleme. Wenn irgend etwas nicht in Ordnung war wurde eine Fachfirma beauftragt die Unzulänglichkeit zu beheben.
Allerdings ist die Kehrseite eine ganz andere.
Bei einem Mieter lief der Briefkasten über. Auch unsere Briefe mit der Aufforderung seinen Zahlungsverpflichtungen nach zukommen befanden sich darin. Als ich bei dem betreffenden Mieter Schellte kam plötzlich die Polizei und warnte mich, wenn ich diese Person weiter störe bekomme ich einen Platzverweis und darf das Haus am besagten Tag nicht mehr betreten.
Die Entsorgungsbetriebe der Stadt informierten uns, dass sie eine weitere Restmülltonne aufgestellt habe. Bei einer Nachfrage bei der EBE erfuhren wir, dass in unserem Haus mehr Personen gemeldet wahren als uns bekannt war. Die Nachfrage wer den bitte, konnte uns aus Datenschutzgründen nicht mitgeteilt werden.
Dieses sind nur zwei von vielen Unzulänglichkeiten.
Mittlerweile haben wie uns von diesem Objekt mit einem per Salo großen finanziellen Verlust getrennt. Abgesehen von dem vielen Ärger der 1 bis 2 Parteien.
Mit der Mehrheit der Mieter hatten wir ein gutes Verhältnis.
17:21
Das sind die Auwirkungen der linkssozialistischen Propaganda gegen Besitzende und Kapitalisten. Wenn die Linkspartei mit Frau Kraft hier erstmal an der Regierung ist, wird diesen Nomaden der rote Teppich ausgerollt.