Viel auf die Ohren

Steele..  Mit „Harras – der freundliche Feind“ legte der Essener Autor Winfried Thamm einen ungewöhnlichen Roman über die Freundschaft zwischen dem reichen Exzentriker Harras und dem Normalo Hennig vor. Darin ließ Harras Henning an seinem ausschweifenden Luxusleben teilhaben – zum Preis, dass im Umkehrschluss auch Harras Teil von Hennings Leben werden durfte. Im Grend Kulturzentrum, Westfalenstr. 311, stellt der Autor am Freitagabend mit „Henning – Alles wird böse“ die Fortsetzung vor.

Dort lässt er die Welten der beiden Protagonisten intensiver ineinander greifen. Die Handlung erfährt eine deutliche Steigerung an Komplexität, Spannung und Härte. Der von vom Autoren als „Freundschaftsthriller“ bezeichnete Roman beginnt erst brav, um dann langsam zu kippen, bis schließlich die Geschehnisse und Figuren im Wahnsinnstempo in einen Showdorn hineinrasen, der sich gewaschen hat. Dazu gibt es Musik vom Blech-Trio „New Connexion” . Die Lesung beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Was von Katsche Kruse übrig blieb

Auch heute muss man nicht ins Portemonnaie greifen, will man zum Konzert in die Grend-Bar gelangen. Unter dem passenden Namen „Left-over“ haben sich die Übriggebliebenen aus der legendären Katsche-Kruse-Allstar-Band neu formiert, dessen Bandleader tragischerweise viel zu früh seine Combo verlassen musste. Doch Left-over machen da weiter, wo sie aufgehört haben. Auch mit neuem Sänger spielen bieten sie wieder ein wildes Potpourri launiger Coverversionen von Rock- und Pop-Songs von Queen, Runrig und Joe Jacksons über selten gespielte Musikkleinode von Oasis, Steve Hackett bis hin zu den Beatles. Ab 20 Uhr wird losgerockt.

Eine Stunde später, also um 21 Uhr, startet am Samstag die Grend Blues-Session mit der Openerband, Big W. Bluesband, die den Abend mit markanten Hooklines, funkigen Grooves, treibenden Riffs und Shuffles sowie vor allem einer Menge Spiellaune einläuten werden, bevor die moderierte Session beginnt. Auch hier ist der Eintritt frei.

Zumindest 6 Euro sollte man schon in der Tasche haben, wenn man am Freitag die Treppe der Freak Show am Grendplatz 2a hinunterschreitet. Dafür spielen dort ab 20 Uhr die „Shemales“ punkigen Rock’n’Roll. Denn da die Damen aus Schweden angereist sind, brauchen sie Geld fürs Rück-Taxi. Da ist der Weg schon weiter für die Band, die am Samstagabend in der Freak Show die „80’s Metal Meltdown“-Party mit ihrem Glamrock eröffnen, denn Adam Bomb kommen aus den USA angereist. Deshalb nehmen sie auch 8 Euro.