NPD-Demo in Essen
22.02.2010 | 12:26 Uhr 2010-02-22T12:26:00+0100Dreimal so viele Gegendemonstranten standen den Teilnehmern der NPD-Demo in Essen gegenüber.
Viel Rauch und wenig Feuer: So könnte man die NPD-Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof zusammenfassen. Knapp 50 „Kameraden“ standen mehr als drei Mal so vielen Gegendemonstranten gegenüber. Die Polizei vermeldete einen Einsatztag ohne besondere Zwischenfälle.
Wahrscheinlich wäre das kleine Grüppchen Aktiver mit dunkler Kleidung und finsterem Blick, die sich um einen leicht aufgemotzten Wahlkampfstand mit Schirm, Lautsprecher aber ohne Kugelschreiber verloren, gar nicht groß aufgefallen - wären es eben nicht Rechte gewesen. So aber wurde es ein lauter Mittag mit Gebrüll, Trillerpfeifen und einer Gratis-Vorführung der Essener Polizei in Sachen Deeskalationstechnik. Rund 50 Meter auseinander standen die Demonstranten, getrennt durch eine gesperrte Pufferzone. Selbst den Blickkontakt verstellten die Polizisten mit fünf Mannschaftswagen. „Jeder hat das Recht zu demonstrieren und unsere Aufgabe ist es, Sicherheit und Schutz zu gewährleisten“, musste Polizeisprecher Klaus Hemmelmann sein Mantra des Tages immer wieder herunterbeten.
"Wir sind für ein Verbot der NPD"
Die Gegendemonstranten, eine Mischung aus Antifa-Jugend, Migranten, Jusos, Grünen, Vertretern von Die Linke und spontanen Unterstützern, waren da nicht immer einer Meinung mit den ordnenden Kräften der Obrigkeit. „Wir sind für ein Verbot der NPD und demzufolge natürlich auch gegen die öffentlichen Auftritte der Mitglieder und Sympathiesanten“, sagte Cornelia Swillus-Knöchel, Sprecherin der Linken in Essen, während eine Begleiterin von ihr ihre „Braune Mülltüte“ vor den anwesenden Kameras hin- und herschwenkte. Cornelia Swillus-Knöchel hielt die „Genehmigung“ der Kundgebung auf dem zentralen Platz ebenso wie die Jusos für ein „falsches politisches Signal“. „Dass die Rechten ausgerechnet auf dem Willy-Brandt-Platz demonstrieren dürfen, ist skandalös“, ärgerte sich Dzenan Kurspahic von den Jusos.
Kein Verständnis für die Rechte der Rechten zeigten auch so manche Passanten. „Eine Frechheit, was die sich in aller Öffentlichkeit herausnehmen. Das die das überhaupt dürfen“, sagte ein älterer Herr und erntete zustimmendes Nicken seiner Begleiterin.
Zweifel an der Verfassungskonformität
Ein, um viele Jahre jüngerer Mann, dessen Politikunterricht noch nicht so weit zurücklag, zeigte mehr Wissen in Staatsbürgerkunde. „Ich habe selbst ausländische Wurzeln aber Deutschland ist ein freies Land und das ist auch gut so“, hielt er dagegen. Der Grüne Ernst Potthoff unterstrich: „Bei Kundgebungen müssen die Bürger eben wachsam sein.“ Zweifel hatten er und einige Begleiter an der Verfassungskonformität der, über den Lautsprecher verbreiteten, NPD-Ziele. Die „Kameraden“ warben nämlich um Stimmen für die Wiedereinführung der Todesstrafe für Sexualstraftäter.
Als sich dann nach knapp zweieinhalb Stunden der Qualm verzog, die Gegendemonstranten mit einer Multi-Kulti-Truppe dem rechten Gröhl-Rock ein paar fröhliche Klänge entgegenstellten, war das Grinsen des Polizeisprechers schon ein bisschen breiter geworden: „Wir müssen jetzt noch für den ,Raumschutz’ in Innenstadt und Bahnhof sorgen. Und da wir eine freundliche Stadt sind, bekommen alle Beteiligten eine Begleitung.
20:05
Welches Gefühl hat man als Beobachter, wenn in einer funktionierenden Demokratie, der Demonstrant und der Gegendemonstrant, von der Polizei beschütz werden muß?
Beide Seiten sind schutzbedürftig,
Beide Seiten verhalten sich nicht normal.
Für beide Seiten gilt es, sie müssen die Demokratie lernen.
Sollten sie nicht dazu fähig sein, endet das Verhalten, das Denken und das Handeln der Demonstranten als Fiasko.
Danach haben wir Irrenhausähnlichliche Verhältnisse zu erwarten.
19:37
nehmt euch ma alle nicht so wichtig.!internet ma weglassen, extremisten ignorieren(links und rechts, unterscheiden sich eh nur durch unterschiedliche schreibweise...) und aufn frühling freuen...aufregen macht nur herzkrank und im endeffekt läuft eh alles genauso weiter wie zuvor..
einfach ma mit nem lächeln rumlaufen und fremde leute grüssen! scheiss auf politik! da haben wir schon genug idioten, die damit geld verdienen und sich für schlau und unverzichtbar halten..
19:29
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18:33
@16 sie hätten bestimmt gewollt das die Polizei die NPD Gruppe mit Knüppeln auseinander haut und alle wegsperrt. Aber das geht in einem Rechtsstaat nicht. Solange friedlich demonstriert wird und keine verbotenen Parolen gegrölt werden hat man keine Gründe einzugreifen. Und es gibt bestimmt mehr wege als nur diesen einen. Und außerdem so Breit gemacht haben die sich ja auch nicht da war rechts und links bestimmt genug Platz.
18:27
Es ist doch ein tolles Zeichen für Kulturhauptstadtbesucher direkt am Bahnhof von aufgescheuchten und eine Show abziehenden Polizisten empfangen zu werden - und gleich dahinter auf dem Weg in die Fussgängerzone einen armseligen Haufen Rechter begutachten zu können. Das diese normalen Besucher der Stadt, die vielleicht zum shopen oder so kommen, durch diesen Haufen kreuzen müssen, um in die Stadt zu kommen ist ein Versagen der Polizei.
18:25
@ 14
Was bedeutet lecherlich?
18:21
@11 ihr Beitrag ist einfach lecherlich. Dann könnte man genau so gut sagen was macht die Grünen Fahne da?! Das ist halt ein Symbol dafür das diese Partei die Richtigen sind für die einen halt die Grünen für die anderen die SPD die wollen damit zum ausdruck bringen wir sind gegen rechts. Und erstmal informieren dann über die SPD herziehen die SPD ist in Essen stärkste Partei
18:21
Wieso brauner Haufen...da waren doch alles Spitzel vom BND...ohne die Jungs währe da gar nichts los...
Wenn die Linken in Berlin am 1 Mai wieder doof spielen und ganze Stadtteile Terrorisieren und verwüsten und die Autos der Migranten und Anwohner wie in der Reichskristall Nacht anzünden...sollten man auch mal als demokratischer Bürger gegen diese links Faschisten vorgehen.
Die Menschen sind von diesen Idioten nur noch genervt...