Insignia OPC: Der stärkste Opel aller Zeiten
27.07.2010 | 16:06 Uhr 2010-07-27T16:06:00+0200Essen. Der Insignia OPC ist der stärkste Serien-Opel aller Zeiten: Sechszylinder mit Turboaufladung, 325 PS, 435 Newtonmeter. Doch kann das Kraftpaket aus Rüsselsheim auch halten, was es verspricht? Wir haben die Kombivariante Insignia Sports Tourer OPC gefahren.
Da steht er also, Opels Antwort auf die Kraftmeier aus Stuttgart und München, auf die Ingolstädter Hubraum-Athleten und Kölns Krachmacher. Tief, breit, blau: Der Opel Insignia OPC ist der stärkste Rüsselsheimer aller Zeiten. Neuerdings gibt es ihn auch als „Sports Tourer“. Der 325 PS starke Rennkombi macht einiges richtig. Doch bringt er auch die Marke voran?
23.15 Uhr, A1, Westhofener Kreuz Fahrtrichtung Bremen: Hier wird die Bahn dreispurig, der Gesetzgeber gibt „freie Fahrt für freie Bürger“. Also runter in den dritten Gang, das Gaspedal durchtreten und der stahlblaue Rennkombi schiebt nach vorn. Der elektronisch geregelte Allradantrieb besorgt den Rest. Der ist der Rüsselsheimer Schnellfahrabteilung OPC (Opel Performance Center) besonders gut gelungen. Traktionsprobleme kennt Opels Bester nicht. Quattro? War da was?
Bei 250 macht die Elektronik dicht
Das „Auto des Jahres 2009“ als Rennmaschine: Der 325 PS starke 2,8-Liter-Sechszylinder mit Turboaufladung und 435 Newtonmetern Drehmoment sorgt für ordentlich Vortrieb: In sechs Sekunden befördert der Sportkombi seine Insassen auf 100, bei 250 macht die Elektronik dicht. Macht aber nichts. Viel Luft nach oben ist da nicht mehr. Sprintet der Insignia bis 200 fast mühelos, geht ihm spätestens ab 230 die Puste aus. Das elektronische Ende ist nah am natürlichen.
Der Clou des Insignia liegt woanders, in Gestalt einer kleinen Taste in der Mittelkonsole: Steht der Schalter auf OPC, wechselt der Wagen automatisch auf Supersport: Die Lenkung reagiert direkter, das Gas spricht sensibler an, der Wagen legt sich tiefer und macht bei gedrücktem Pedal einen kleinen Satz nach vorn. Der Insignia liegt satt auf der Straße – kein nerviges Unter- oder Übersteuern auch bei hohen Kurvengeschwindigkeiten. Das geht allerdings zu Lasten des Komforts. Wer dann noch die (aufpreispflichtigen) Recaro-Sportsitze ordert, sollte schon mal einen Termin bei der Rückenschule buchen.
Wo wir bereits bei den wenig erfreulichen Dingen wären. Der Insignia OPC ist ein Angeber. Hinter den großen, verchromten Auspuff-Blenden verbergen sich vergleichsweise kleine Schalldämpfer und auch der zugegeben schicke Hintern ist alles andere als praktisch. Für einen ernstzunehmenden Mitbewerber im Kombiland Deutschland bietet der Insignia zu wenig Platz – da kann selbst eine A-Klasse von Mercedes (bekanntlich kein Kombi) locker mithalten. Gibt es an der Verarbeitung im Cockpit wenig zu meckern, irritiert doch das viele billige Plastik. Das bekommt die Konkurrenz besser hin. Für 46.375 Euro Einstiegspreis darf’s ruhig ein bisschen mehr Luxus sein.
Der Preis ist eine Kampfansage an die Konkurrenz
Und dann ist da noch das etwas in die Jahre gekommene Aggregat aus dem Konzern-Regal der Opel-Mutter General Motors: Gut 16,5 Liter gönnte sich der raue Turbomotor im Test – zu viel. Das geht bei der Konkurrenz sparsamer. Sieben-Gang-Automatik? Doppelkupplungsgetriebe? Fehlanzeige. Hätten dem Insignia aber sehr gut zu Gesicht gestanden.
Bleibt nur noch eine Frage: Wem möchte Opel mit dem blauen Blitz das Leben schwer machen? Zugegeben, der Preis ist eine Kampfansage. Audis S4 steigt mit vergleichbarer Leistung (333 PS) erst 7000 Euro später ein. BMW M3 mit V8 und 420 PS und Mercedes C-Klasse AMG (457 PS) spielen sowieso in einer anderen Liga, vor allem preislich. So bleibt der Insignia OPC ein Exot, irgendwo zwischen Fords Rappelkiste Focus RS und der bereits genannten Konkurrenz aus der Premium-Liga. Opels Ansehen lässt sich so jedenfalls nicht aufpolieren.
12:42
Unsachlicher und nebenbei unfairer Bericht (Rappelkiste RS) - Fahre zur größten Zufriedenheit dieses Fahrzeug und freue mich auf jeden kommenden Kilometer mit ihm: Fahrspaß pur! Garantiert!
11:51
@BirneHelene
Betreff Simca: Aus Simca wurde Chrysler-Simca (die Marke gehörte - neben Talbot-Lago und Matra - bereits seit den fünfziger Jahren zum Chrysler-Konzern) und später dann Talbot als Chrysler auch die britische Rootes-Gruppe (Sunbeam, Hillman, u.a.) schluckte. Ein paar Jahre später wurde Talbot an die Peugeot SA verkauft und Matra ging an Renault. Peugeot platzierte die Marke noch unter Citroen. Der seltsam aussehende Peugeot 309 sollte eigentlich der Neubeginn von Talbot werden, aber die Konzernoberen entschieden sich gegen eine dritte Marke unterhalb von Citroen und Peugeot.
Vielleicht noch interessant zu wissen: der erste Renault Espace war eine Gemeinschaftsentwicklung Talbot und Matra, und ging mit den Markenrechten von Matra an Renault.
Ergo lebt Simca in den Marken Peugeot und Renault weiter. Die Automobilwelt wäre ohne die Simca-Gene nicht die gleiche.
08:07
Kennt einer noch Simca?
Vermisst jemand diese Marke?
Genau so geht es Opel
07:31
Warum wird nicht die Normal-Version des Insignia hier getestet ? Warum die 325 PS-Version, die sich der Otto-Normal-Bürger eh nicht kaufen wird.
02:15
Toller Beitrag zum Klimawandel. Kein Wunder das OPEL mit dem Rücken an der Wand steht. Zukunft?
Wer kann sich in 5 Jahren noch Benzin für so eine Karre leisten?
Soll OPEL pleite gehen, die Schuld tragen wie immer die, die ganz oben sitzen. Ausbaden müssen es immer die, die wissen was harte Arbeit bedeutet.
00:08
das hat mich überzeugt.
ich kauf morgen ein oder zwei davon!
22:19
Spinnen die?
21:16
@8
Sach ma Klaus, hasse Fieber, oder ist dein Damenrad platt....?
Mein Gott was ein verbohrter Honk...
Zum Artikel:
Opel sollte sich auf das beschränken was es immer war, MASSENprodukte.
Aus meiner sicht sind die letzten SPOCHTLICHEN Wagen mit Blitz alle mit Heckantrieb gebaut worden...C-Kadett, Manta, Commodore etc...
Die neumodischen Karren haben ALLE keinen Charakter mehr.
Bleibt der Weg eigene Kreativität in die Langweiler-Autos von heute einzubringen....;)
Grüße
BFM
20:18
325PS und bei 230 wird es zäh?
20:10
Ein Auto,
welches die Welt nicht braucht. Habt ihr Vollidioten von Opel eigentlich schonmal was von Umweltschutz gehört. Mit welcher Berechtigung wird so ein überflüssiges Auto gebaut. Schämt euch und die NRZ auch. Warum so ein schwachsinniger Artikel. Wenn eure Kinder mal mit der Nase im Wasser stehen, dann seit ihr doch die ersten die schreien. Ich kann mich ärgern, das man gegen solche doofen Artikel nichts machen kann. Ich werde es aber, und werde mein NRZ Abo zum nächstmöglichen Termin kündigen.