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Hondas CR-Z ist der erste Hybrid, der Spaß macht

03.09.2010 | 11:36 Uhr

Essen. Der CR-Z ist der erste Hybrid, der Spaß macht und beim Gasgeben nicht aufjault wie ein getretener Hund. Und die Augen haben von der Coupé-Version des Fünftürers Insight auch was. Das Mildhybridsystem von Honda ist eine schöne Sache.

Dank des guten alten Schaltgetriebes lässt sich endlich die größere Durchzugskraft des Hybrids bei niedrigen Drehzahlen tatsächlich ausnutzen, weil eben nicht gleich bei jedem Tritt aufs Gaspedal runtergeschaltet wird. Zusammen stemmen der nur 1,5 Liter große Vierzylinder und der im Antriebsstrang integrierte Elektromotor soviel Newtonmeter auf die Kurbelwelle wie ein kleiner Diesel. Das macht schon Spaß.

Aus „macht Spaß” wird bei höheren Drehzahlen „macht schlapp”, und mit seinem 114 PS des Verbrennungsmotors reißt der CR-Z keine Löcher in den Straßenbelag. In der Tradition des legendären alten Honda CRX mit bis zu 150 PS (bei viel geringerem Gewicht) steht nur die Form des neuen Fließheckcoupes, gut vier Meter lang und 1,40 Meter flach.

Foto: Honda

Über die unmögliche Rundumsicht gehen wir hier einmal gnädig hinweg. Durch die geteilte Scheibe in der Heckklappe sieht man genauso wenig wie bei Audi A2, Mercedes Sportcoupé oder Mazda 323, also wenig, und das auch noch verzerrt. Wer einen Blick Richtung schräg hinten werfen will, sollte der Einfachheit halber einfach aussteigen. Die Haifischflosse auf dem Dach müssen die Honda-Designer heimlich bei einem BMW abgeschraubt und dann vergrößert haben, bevor sie hinter das schöne große Glasdach (nicht zu öffnen) des CR-Z geklebt wurde. (Kleiner Tipp am Rande: BMW hat das auf ein Navi hinweisende Angeberteil längst wieder verzichtet.)

Wunsch nach mehr PS

Beim Fahrwerksabstimmen brauchen die Japaner nichts zu kopieren. Der CR-Z kann 'was. Mehr Leistung würde man sich wünschen. Hybrid hin oder her, der Zweisitzer mit Notsitzbank im Fond sieht schneller aus, als er ist. Auf dem Papier kratzt er an der 200er-Marke und unterbietet die zehn Sekunden auf 100 km/h um ein Zehntel.

Der CR-Z glänzt mit einem geringen Minimalverbrauch. Der setzt passive Fahrweise voraus. Trotzdem ist der Normverbrauch von fünf Litern eine Illusion. 7,5 Liter sind realistisch. Das ist ein guter Wert. Wie viel davon auf das Konto der perfekt arbeitenden Start-Stopp-Automatik geht und wie viel auf das Mild Hybrid-System? Schwer zu sagen.

Ebenso schwer zu sagen, ob der Mildhybrid eine Zukunft hat oder zwischen den Antriebssystemen der Zukunft zerrieben wird. Für den Einsatz eines kleineren Motors (Downsizing) benötigt man im Turbozeitalter keinen Elektromotor mehr, und Energierückgewinnung kann man auch einfacher betreiben als mit dem teuren Elektromotor im Mildhybridsystem. Abgasfrei innerstädtisch nur mit dem 14 PS starken Elektromotor vorwärts kommen kann der Mild- im Gegensatz zum Vollhybrid auch nicht. Es gibt also was zu tun, um den Mildhybrid am Laufen zu halten. Es würde wahrscheinlich schon reichen, den Mildhybrid so aufzurüsten, dass er zumindest kürzere Passagen im Stopp & Go-Verkehr rein elektrisch bewältigen kann.

Jämmerliches Quäken

Und wenn wir uns noch 'was wünschen dürfen: Das Jaulen des stufenlosen Getriebes ist zwar beim CR-Z Vergangenheit. Aber das, was jämmerlich quäkt wie früher, ist die Hupe. Für ein klingendes Horn würde man gerne noch ein paar Euro extra bezahlen zu den aufgerufenen 22 000. Warum beim praktisch identisch (gut) ausgestatteten Insight zwei Türen mehr und ein Automatikgetriebe 2000 Euro weniger kosten? Soviel müssen einem Ohr und Auge schon wert sein.

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Gerd Heidecke und Stefan Kober

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Kommentare
06.09.2010
12:36
Hondas CR-Z ist der erste Hybrid, der Spaß macht
von nie88 | #5

Und verbraucht bei der Herstellung bestimmt so viel Wasser wie die dicke S-Klasse..abgesehen von CO² Emission bei der Herstellung!

05.09.2010
19:46
Hondas CR-Z ist der erste Hybrid, der Spaß macht
von holmark | #4

Da haben die sich aber richtig Mühe gemacht. 7,5 Liter auf 100 km mit einem leichten Hybridfahrzeug, das soll denen erst mal jemand nachmachen... ;o)

04.09.2010
10:03
Hondas CR-Z ist der erste Hybrid, der Spaß macht
von Dittsche | #3

Aha, Honda baut also nur jaulende Automatikgetriebe ?
Ist mir neu.
Dieser Wagen ohne Automatilgetriebe wird warscheinlich nur in Deutschland angeboten.
In den USA ist der Wagen warscheinlich nur gegen Aufpreis mit einem Schaltgetriebe lieferbar.

04.09.2010
08:32
Hondas CR-Z ist der erste Hybrid, der Spaß macht
von Franko | #2

Wieder hat ein Spinner über ein Auto geschrieben. Warum mehr PS? Mein R5 hatte früher 42 PS und ich kam gut damit zurecht. Dabei waren damals die Straßen nicht so überfüllt, wie das heute ist.

Ich frage mich, ob das Auto überhaupt noch als Fortbewegungsmittel gesehen wird.

03.09.2010
19:33
Hondas CR-Z ist der erste Hybrid, der Spaß macht
von Lirumlarum | #1

7,5 Liter sind ein guter Wert?
Was fährt der Redakteur denn sonst, Chevy oder was?
Für 7,5 Liter braucht man keinen Hybrid...

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