"Essen gibt es nur mit uns"
02.08.2009 | 16:35 Uhr 2009-08-02T16:35:00+0200Beim sechsten Ruhr Christopher Street Day feierten rund 8000 Schwule und Lesben auf dem Kennedyplatz.
„Ich bin froh, dass ich endlich mal offen zu meiner sexuellen Neigung stehen kann”, verkündet Dennis (23). Seine Meinung teilten 8.000 Homosexuelle, die den Christopher Street Day (CSD) feierten und gleichzeitig damit demonstrierten. Neben lauter Musik, Infoständen und einer Mischung aus Spaß und Aufklärung, standen politische Inhalte im Vordergrund.
Beim sechsten Ruhr CSD Essen präsentierten sich Vereine aus der ganzen Region. So auch Holger (44) der zum vierten Mal mit seinem Stand „Feuerwehr-Gays”-Schwule und Lesben in Feuerwehren und Hilfsorganisationen- dabei ist. „Wir bieten den gleichgeschlechtlich Gesinnten Hilfe an und setzen uns für mehr Toleranz und Akzeptanz ein”, berichtet er, während er weiter das bunte Treiben beobachtet.
Mehr Besucher als im Vorjahr
Organisator Dietrich Dettmann (47) vom Verein ”Essen Andersrum” ist begeistert: „Mit soviel Andrang habe ich nicht gerechnet. Es sind viel mehr Besucher als im letzten Jahr da.” Doch nicht nur die Party stehe im Vordergrund, sondern auch das Präsentieren. „Homosexuelle gehören in Essen dazu. 100 % gibt es nur mit uns”, so Dettmann.
Besonderes Highlight sei der Blütenfestaward an Prof. Uta Ranke-Heinemann (81) gewesen. Unter Gejubel überreichte ihr Stadtdirektor Christian Hülsmann den Preis. Dieser würdigte ihr Engagement und ihren Kampfgeist. Die Wissenschaftlerin der katholischen Theologie setzt sich bereits seit Jahrzehnten für die Rechte der Homosexuellen ein und stieß oft auf Missverständnisse. Schwule seien gehängt worden, und selbst heute geschehe dies noch in einigen Ländern. „Ich habe das Universum nicht erschaffen und auch wenn ich es nicht verstehe, steht es mir nicht zu Kritik zu üben”, verkündet sie.
Nicht alle Teilnehmer begeistert
Nicht jeder Besucher zeigt sich begeistert. Marc (31) ist enttäuscht: „Der eigentliche Sinn ist verloren gegangen. Von Toleranz und Aufklärung sehe ich nicht viel.” Das richtige Leben werde schlecht vermittelt und auf Leute nicht zugegangen. „Die Passanten werden nicht mit in das Geschehen einbezogen.
So auch Ines (20), die mit ihrem schwulen Arbeitskollegen die Sonne und die Musik genießt: „Ich wollte nur kurz in die Stadt und bin seit einer Stunde hier. Auch wenn es nicht meine Welt ist, finde ich diese und ähnliche Veranstaltungen super.”
14:53
Vielleicht noch anders:
Der CSD hat seinen Zweck erfüllt, wenn Schwule und Lesben zumindest für einen Tag der alltäglichen Anpassung in einer Gesellschaft, die ihnen mehrheitlich ablehnend gegenüber steht, sich frei und ungezwungen öffentlich präsentieren können und nicht auf subkulturelle Angebote außerhalb oder neben der Mehrheits-Gesellschaft ausweichen müssen. Es geht auch nicht darum, ob sich andere, insbesondere Hetero-Bürger über diesen CSD erschreckt sein könnten. Es geht allein darum, dass sich Schwule und Lesben hier wohlfühlen. Es geht nicht um Anpassung, was sagen meine Bekannten, sondern einzig allein darum, macht es mir als Schwuler oder als Lesbe Spaß. Und dies hat der CSD geschafft.
14:11
Der CSD war keine Seminarveranstaltung über Homosexualität und Gesellschaft, sondern sollte einfach eine Party mit kleineren politischen Akzenten sein. Da war er ein voller Erfolg.
Eine Party feiern war angesagt, nicht eine Diskussion darüber, ob der Freund jetzt doch die Beamtenpension bekommt.
Na ja, wird schon. Auch in Essen.
12:09
@ felix: es gibt solche und solche.
Es kommt auf den Menschen an sich an, seine Erfahrungen und vllt. auch seinen Hintergrund.
nach so einer Massenveranstaltung werde ich ja auch schon fast homophob...das war wie ein Oktoberfest mit lauter Homosexuellen.
Ich weiß schon, wieso ich mich aus der Szene größtenteils raushalte...
Allerdings befürworte ich politische Aktivitäten durchaus - aber bitte mit weniger Alkohol!
12:06
Ich weiß nicht ob so ein Fest fördert, in meinen Augen stechen sich einige Homosexuellen heraus um aufzufallen, was eigentlich das Gegenteil fördert.
Ich habe nichts von diesem Ereignis mitbekommen, ich hätte zwar jetzt keine Zeit gehabt, würde dennoch gerne mal ein paar Homosexuelle fragen, ob wir Heterosexuellen mittlerweile wirklich so offen sind. Dieses glaube ich leider immer noch nicht.
11:57
vorab möchte ich eins loswerden: ich selber gehöre wohl auch zu dieser sogenannten randgruppe der homosexuellen.
Aber was ich dort am Wochenende erlebt hat, hat wirklich alles übertroffen.
Frau ist nicht nur lesbisch, nein sie ist auch noch total durchgeknallt und wirft sich der erstbesten an den Hals.
Ich fand die ganze Sache total niveaulos.
Dort liefen nur Prollo-Kurzhaar-Lesben durch die Gegend die eindeutig zuviel Alkohol konsumierten und sich aufführten (und aussahen) wie kleine, unartige Jungs *g*
Ich persönlich fand es FURCHTBAR und ich habe mich auch NICHT wohlgefühlt, obwohl ich aufgrund meiner sexuellen Orientierung dazugehöre.
Meine Freundin und ich haben ganz schnell wieder die Biege gemacht.
Kein Wunder, dass die Heteros so einen negativen Eindruck von uns bekommen wenn dort nur unkultivierte Menschen herumlaufen die um jeden Preis auffallen wollen.
11:20
Meiner Meinung nach sollte das Fest noch viel größer sein, noch mehr Mensch anlocken, lauter, bunter schriller! Mehr davon!!
Nur Olivia Jones hat gefehlt!
Und wegen dem Müll: Dieses Problem gibt es bei jedem Fest in der Innenstadt, mal sehen wie viele nach Essen Original kreischen!
Denn obwohl die Jugendlichen nahezu ausgeschlossen werden sollen, werden die Erwachsenen auch genug Dreck machen.
10:23
Gute Partylaune. Guter CSD. Guter Erfolg.
09:51
Ich selber habe einen schwulen Cousin. Der lebt mit seiner Gay-Community mittlerweile in einer völligen Parallel-Welt. Nur noch in eigenen Kneipen und jeden 2. Tag einen anderen Kerl im Bett. HIV-positiv ist er (natürlich) jetzt auch, aber kein Problem: Man trifft sich dann eben auf HIV-Sex-Partys. Und von morgens bis abends wird gegen Heten gehetzt, die ja absolut bedauernswert leben ... Die Kommentare hier, ziegen doch, wie sehr die schwul/lesbische Communitiy in Schubladen denkt !!!
Meine Toleranz geht gegen Null ...
09:09
an #15:
Sie sind wirklich zum Schmunzeln, nur betroffene Hunde bellen!
Sind sie pädophil? Nein? Dann bleiben Sie gelassen. Persönliche Erfahrungen mit Pädophilen im Allgemeinen lasse ich außen vor.
Hier noch ein BEISPIEL für meine Aussage, jedoch keine Schublade: http://bibelmail.de/?p=3
23:24
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