Der vierte Stern gebührt dem SLS
08.07.2010 | 12:42 Uhr 2010-07-08T12:42:00+0200Essen. Der SLS ist die Visitenkarte des jugendlichen Mercedes-Designers Gorden Wagener. Der neue Flügeltürer verdient sich die Auszeichnung weltmeisterlich auffällig.
Wenn einer das Recht hat, Beatles-Klassiker zu interpretieren, dann ist es Paul McCartney. Beim Flügeltürer liegen die Rechte bei Mercedes. Seit 1954, als der erste auf der Rennstrecke und dem Boulevard die Welt verrückt machte.
Wobei der neue SLS mit den legendären „Gullwings” (Möwenflügeln) Weltklasse ist, was man von den meisten McCartney'schen Soundkreationen nur bedingt sagen kann. Gorden Wagener, der 41 Jahre junge Mercedes-Chefdesigner, hat den SLS eigenhändig entworfen, und der großformatige Designentwurf hing beim Interview dieser Zeitung hinter seinem Schreibtisch. Einen Flügeltürer zu zeichen, sei „wie ein Elfmeter ohne Torwart”, übte sich Wagener damals in Bescheidenheit.
Um im Bild zu bleiben: Der gebürtige Essener und aufgewachsene Bochumer Wagener hat den Elfer unhaltbar unter die Latte geknallt. Der SLS hat alles, was sein greller Vorgänger SLR im Jahr 2004 nicht mitbrachte: Stil ohne Brüche, Kraft ohne Protz, Proportionen ohne Proporz. Danke, Gorden. (Bitte schön. Es soll auch Leute geben, die Retro-Look aus Prinzip nicht mögen. Oder Angeberautos.)
Damit verdient sich der SLS den vierten Stern für Flügeltürer nach dem Ur-SL, dem experimentellen Geschwindigkeitsweltrekordler C111 (1969 bis 1979) und dem SLR, wenn es bei dem anlässlich des 50-jährigen SL-Jubiläums nur zu Schwenktüren gereicht hatte.
An Ehrbezeugungen fehlt es dem SLS nicht. Der Achtzylinder erhielt bei der „Engine of The Year“-Preisverleihung gerade den Titel „Sportmotor des Jahres“. Das kann man verstehen, denn die Kombination aus Riesen-Hubraum (6,2 Liter) und Hochdrehzahlkonzept plus rasantem Siebengang-Direktschaltgetriebe ist atemberaubend und ohrenbetäubend. Motorjournalisten lieben so etwas. (Danke der Nachfrage: 3,8 Sekunden auf 100 km/h. Aber den brutalen Punch des Kompressor-befeuerten SLR hat er trotzdem nicht.)
Der über 570 PS starke SLS ist ebenso faszinierend wie ein Tyrannosaurus Rex, und genauso dem Aussterben geweiht. Während die ersten Elektroautos als Drehmomentwunder in die Zukunft starten, verbrennt der lebende Fossil 17 bis 37 Liter Benzin.
Tatsächlich soll es den SLS 2015 auch als Elektroauto geben. Mit der jetzigen Leichtigkeit von 1700 Kilogramm dank Kohlefaser- und Aluteilen ist es dann aber vorbei. Wie weit der 600 PS starke SLS E-Cell mit seiner 48 Kilowattstunden fassenden Batterie kommen wird? Trotz Allradantrieb dank vier Motoren auf jeden Fall nicht weit genug.
Ein Supersportwagen im Sinne eines kompromisslosen Ferrari ist das zum SLS-Flügeltürercoupé mutierte luxuriöse SL-Cabrio nicht, dafür mit rund 180 000 Euro aber auch ein Sonderangebot gegenüber dem SLR für 435 000 Euro.
Wie schnell der SLS ist? So schnell, dass man sonntags um sechs auf der A52 von Essen zum Düsseldorfer Flughafen mit den parallel zur Autobahn einschwebenden Jets um die Wette fahren kann. Und gewinnen.
13:38
Ich merk schon...hier sprechen die absoluten Profis :-D
Ihr fahrt wahrscheinlich alle einen Renault Clio oder einen Daihatsu oder oder oder...
Hört auf ständig rum zu neiden.....
08:32
Ich weiß garnicht was Ihr alle habt !? Das Auto ist absolut gelungen, sieht sportlich,aggressiv und kraftvoll aus.
Warum müssen manche Leute solche Luxusautos schlecht reden/schreiben?
Ich fahre selber einen unvernünftigen Sportwagen und habe lange dafür gespart und darauf warten müssen.
15:24
elfer ohne torwart und trotzem noch daneben gekickt. schade.
die karre is so prollig und anabol wie ihr vorbild elegant und zeitlos.
die frontlampen sind generalüberoberschäbbich.
tiefergelegtes försterautodesign ala bmw x irgendwas.
in die zeit passt es, natürlich! genau wie muckibuden und naildesign
13:46
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13:42
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13:00
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11:57
Diese Autos passen nicht in diese Zeit: Weg damit !
10:46
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10:08
Mein Beitrag bezieht sich auf einen Fall, in dem ein Geschaftsführer eines Vereins, der sich in Berlin um Obdachlose kümmern soll, und dazu Steuer-und Spendengelder verwendet, einen Maserati fuhr, um schneller zu seinem Klientel zu kommen!
So war jedenfalls seine Begründung.
09:06
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