65 Meter hoher Kamin gesprengt
18.06.2011 | 17:25 Uhr 2011-06-18T17:25:41+0200Auf dem Gelände der Kokerei Zollverein ist ein 65 Meter hoher Rauchgaskamin gesprengt worden.
Es dauerte nur wenige Sekunden, dann war der 65 Meter hohe Schornstein weg: Auf dem Gelände der Kokerei Zollverein ist am Samstagvormittag ein 36 Jahre alter Rauchgaskamin gesprengt worden. Auf dem Gelände soll das neue Verwaltungsgebäude der RAG Montan entstehen.
18:04
Aber auch Acker- bzw. Freiflächen sind äußerst wichtig für den städtischen bzw. urbanen Raum! Insofern sollten nicht Ackerflächen geopfert werden für Einfamilienhäuser (für die dann das ,,Land, in deren Nähe sie entstehen sollen, gleichzeitig geopfert wird), sondern dort angesetzt wird, wo es Leerstand gibt. Eine massive Zersiedelung bringt niemandem etwas.
16:52
Eigentlich ist nichts gegen Flächenrecycling zu sagen. Um die Kokerei für die Nachwelt sichbar bleiben zu lassen, hätte man noch auch einen Battereiflügel abreissen können, ist ja symmetrisch gebaut worden. Doch wir haben ja Flächen genug in Essen. Für den Messeparkplatz wurde Ackerland in Bredeney geopfert und weiter gehts mit Ackerflächen für Einfamilienhäuser. Ja, wir haben noch eine zweite Erde im Kofferraum
14:26
ein=in
14:26
Es ist (bzw. war!) eine Kokerei, und eben die gerade Reihe von Kaminen / Schloten ein gleicher Höhe steht absolut synonym für eine Kokerei. Es ist doch ein Witz ohne Gleichen, zu behaupten, dies sei notwendig, um in einem Welterbe zu investieren, wenn ich dazu dieses abreißen muss - grotesk, absolut grotesk! Zumal es dort ohne Ende Freiflächen gibt, warum nutzt man diese nicht? Unglaublich... Wie kann eine Stadtverwaltung etwas derartiges zulassen? Aber mit der ,,Arbeitsplatz-Keule vergisst man jedwedes Gewissen und Überzeugung...
14:24
Ich gebe #1 voll und ganz Recht. Ich schätze Zollverein als Fotokulisse, und ich mag die neueren architektonischen Elemente - jedoch sorgen sie auch dafür, dass ,,Zollverein faktisch als das, was es war, nicht mehr existent ist (und auch der Welterbe-Status nicht im Geringsten berechtigt ist). Mit Demontage-Arbeiten auf Zollverein und dem Landschaftspark Duisburg-Nord verliert nicht nur der Denkmalschutz an Glaubwürdigkeit, nein: Wir verkaufen als Ruhrgebiet unser Tafelsilber, und das vollkommen ohne Notwendigkeit. Aber vielleicht macht das ja mode, und Paris sprengt bald den Eiffelturm (was will man auch damit?).
10:18
Da erkennt man manl wieder, dass der Denkmalschutz eine reine Farce ist.Die Zeche und Kokerei wird umgestaltet bis zum Geht nicht mehr und Bewohner der Zechensiedlung müssen sich ans Bein p... lassen, weil der Denkmalschutz keine Pflanzkübel oder billige Gartenzäune mag.
Eine Frechheit sondergleichen.