Verteuerung ist kein Drama

Wer die Verhandlungen von VRR und Studentenschaft über das Semesterticket verfolgt, kann nur staunen: Da setzen Studenten eine Vergünstigung aufs Spiel, die ihresgleichen sucht. Niemand sonst kann zu einem so günstigen Kurs mit Bus und Bahn durch die gesamte Region fahren.

Nicht nur Azubis zahlen mehr für ein Monatsticket, selbst das Sozialticket für alle, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind, ist teurer. Trotzdem sprechen die Studentenvertreter von einer so drastischen wie unzumutbaren Erhöhung. Um diese Behauptung zu untermauern, hantieren sie in der Regel mit jenen 160 Euro, die erst im Jahr 2020 für das Semesterticket gezahlt werden sollen. Bis dahin wird die Karte nur schrittweise und eher moderat verteuert. Doch selbst 160 Euro bedeuten umgerechnet aufs halbe Jahr einen Monatspreis von nicht mal 27 Euro.

Völlig aberwitzig wird es, wenn Studenten jammern, die geplante Verteuerung zwinge sie zum Umstieg auf ihr Auto! Natürlich gibt es auch Studenten, die kein Auto haben und wirklich mit jedem Euro rechnen. Gerade sie wird es besonders hart treffen, wenn ihre gewählten Vertreter das Angebot des VRR ausschlagen: Ohne Semesterticket, liebe Studenten, werden Bus und Bahn erst richtig teuer.