Vermittlungsquote der Essener Schlecker-Frauen liegt bei 75 Prozent
24.01.2013 | 18:43 Uhr 2013-01-24T18:43:00+0100
Essen. Die ersten Kündigungen wurden zum 1. April ausgesprochen, weitere vorwiegend Mitarbeiterinnen der Drogeriemarktketten Schlecker und Ihr Platz wurden am 1. Juli vergangenen Jahren gekündigt. Insgesamt 108 Essener (darunter ein Mann) verloren mit der Pleite ihre Jobs.
Nun meldet die Bundesagentur für Arbeit, rund die Hälfte der ehemaligen „Schlecker-Frauen “ hätte seither wieder einen Job gefunden. Doch in Essen liegt die Vermittlungsquote weit höher, wie Agentur-Sprecherin Heike Börries erklärt. „Derzeit sind noch 24 ehemalige Schlecker-Mitarbeiter bei uns als arbeitssuchend gemeldet.“
Womit die Vermittlungsquote in Essen bei mehr als 75 Prozent liegt. „Wir haben die ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter nach den beiden Entlassungswellen eng begleitet“, sagt Börries. Teils habe man die Menschen in Qualifizierungsmaßnahmen geschickt. Wer auch danach nicht vermittelt werden konnte, wurde vom psychologischen Dienst der Essener Agentur eingeladen. „Gerade bei den Betroffenen, die drohten, ins Arbeitslosengeld II überzugehen, haben wir dann noch mal sehr detailliert hingeschaut.“
Schlecker-Frauen werden gerne eingestellt
Ob zum 1. April nun ein großer Teil der 24 noch unversorgten ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter in Hartz IV abzurutschen droht? „Ein bisschen mehr Zeit bleibt da noch“, sagt Börries. Zum einen sei ab der ersten Kündigungswelle vom 1. April noch die Kündigungsfrist hinzuzurechnen „und die orientiert sich ja immer daran, wie lange das Arbeitsverhältnis bestanden hat.“ Darüber hinaus verlängere sich die Zeit des Arbeitslosengeld I-Bezuges um die Dauer von Fort- und Weiterbildungen. „Und wer über 55 ist, hat mehr als ein Jahr Zeit, bevor er in den Arbeitslosengeld II-Bezug wechselt.“
Unter dem Strich bleiben den ehemaligen Schlecker-Beschäftigten damit noch ein paar Monate, um einen neuen Job zu suchen. Die nicht eben optimalen Arbeitsbedingungen in den personell durchweg knapp besetzten Drogeriemarktketten übrigens trügen dazu bei, dass die Schlecker-Frauen gern eingestellt würden, hätten sie doch bewiesen, dass sie auch unter schlechten Bedingungen Leistung zeigten.

20:49
Teils habe man die Menschen in Qualifizierungsmaßnahmen geschickt. Wer auch danach nicht vermittelt werden konnte, wurde vom psychologischen Dienst der Essener Agentur eingeladen....da würde ich gerne wissen womit der Dienst gedroht hat, Einweisung oder was?
17:06
und trotzdem alles nur Augenwischerei, da jeder Arbeitsloser, der in einer (Zwangs-)Maßnahme steckt (und sei es nur um das Schreiben von Bewerbungen zu trainieren) für die Zeit der Maßnahme nicht als arbeitslos gilt.
14:19
Gestern berichtete das WAZ-online-Portal noch davon, dass lediglich 40 % der ehemaligen Mitarbeiterinnen von Schlecker durch die Arbeitsagentur im Ruhrgebiet vermittelt werden konnten. Was so ein ganzer Tag ausmachen kann...! Ganz offensichtlich hat die Arbeitsagentur wieder mal herumgerechnet und eine aussagekräftige Statistik erstellt. Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast...!
1. Die 40% sind eine ruhrgebietsweite Zahl - der Suchbegriff "schlecker" auf derwesten.de liefert bereits für DU und OB niedrigere Quoten.
2. Die 40% sind eine Zahl, die sich auf die Vermittlung "durch die Arbeitsagentur" bezieht. "Selbstvermittlung" kann darin nicht enthalten sein. Ob der Ausdruck "Vermittlungsquote" (vom Autor verwendet, nicht von der Arbeitsagentur) da noch angemessen ist, kann man aber hinterfragen.
Dieses Verbrechersystem mit den Arbeitsdienst hatte schon unter den Nazis große Konjunktur. Es ist immer wieder sonderbar, dass sich nach wie vor Menschen dafür hergeben, dieses System am Laufen zu halten.
Und bei den Nazis konnte jeder sagen, ich hab auf dieses System keine Lust, ich verdien meinen Lebensunterhalt selber?