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Vermisste 15-Jährige zurück - "Keine Hinweise auf Straftat"

25.01.2016 | 09:06 Uhr

Essen.  Die tagelang vermisste 15-Jährige aus Essen ist wieder da. Das Mädchen sei laut Polizei am Sonntagabend in Köln bei einer Familienangehörigen aufgetaucht.

Die erlösende Nachricht kam am späten Sonntagabend. Die 15-Jährige A. aus Essen ist wieder aufgetaucht. Doch der Fall bleibt zunächst mysteriös. Das Mädchen sei gegen 20 Uhr bei einer Angehörigen in Köln erschienen, so die Polizei – unverletzt und offenbar wohlbehalten, wie der Essener Polizeisprecher Lars Lindemann sagt.

Zu den Hintergründen ihres Verschwindens ist auch am Montagmorgen noch kaum etwas bekannt. "Zur Zeit haben wir keine Hinweise auf eine Straftat", sagte Lindemann am Montag. Das Mädchen befinde sich in ärztlicher Behandlung. Die genauen Hintergründe des Verschwindens sollten nun rasch geklärt werden. Zur Frage, ob die 15-Jährige im Laufe des Montags befragt werden soll, machte der Polizeisprecher keine Angaben (zum aktuellen Artikel, Stand von Montagabend, 25. Januar)

Vermisstenfall

Nach ihrer Rückkehr wird die 15-jährige A. aus Stadtwald erst einmal von Ärzten betreut. Die Hintergründe ihres Verschwindens sind weiterhin unklar.

"Es ist wichtig, dass A. erstmal Ruhe hat", sagte der Polizeisprecher. "Die Familie war natürlich mehr als erleichtert, das kann man sich vorstellen. Keiner von uns möchte solche fünf Tage mitmachen", verdeutlichte Lindemann. "Auch die Kollegen von der Ermittlungskommission, die hier Tag und Nacht gearbeitet haben, haben sich natürlich über diesen Ausgang gefreut."

Mutter und Nachbar überraschten Vermummte im Keller

Die Essenerin war am Mittwoch (20.Januar) aus dem Haus der Familie verschwunden. Seitdem hatte die Essener Polizei intensiv nach dem Mädchen gesucht, ganze Waldgebiete in Essen wurden mit Hunden durchgekämmt – ohne dass sich ein Hinweis gefunden hätte.

Vermisstenfall

Drei Anwohner sind ganz sicher: Die ominöse Person im Keller des Hauses der Vermissten aus Essen-Stadtwald war eine Frau.

Rätsel gaben den Ermittlern auch die seltsamen Begleitumstände ihres Verschwindens auf: Das Mädchen war am frühen Mittwochnachmittag mit ihrem Hund zu einem Spaziergang aufgebrochen und danach nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Als ihre Mutter (46) in dem Eigenheim im gutbürgerlichen Essener Stadtteil Stadtwald eintraf, hörte sie Geräusche aus dem Keller und alarmierte einen Nachbarn. Gemeinsam wagten sie sich in den Keller, wo sie einen vermummten Eindringling überraschten. Dieser griff den Nachbarn mit einem Messer an und konnte entkommen.

Von der vermummten Person fehlte trotz intensiver Suche ebenso wie von der Schülerin jede Spur. Gleich nach dem Verschwinden und in den Folgetagen meldeten sich zahlreiche Zeugen bei der Polizei, doch unter den mehr als 100 Hinweisen fand sich keine heiße Spur. Am Freitag stand nach entsprechenden Zeugenaussagen für die Polizei immerhin fest, dass es sich bei der ominösen Person im Keller des Familienheims um eine Frau gehandelt hat – drei Anwohner hätten die Flucht der Unbekannten beobachtet. Dass es das Mädchen selbst war, „können wir nicht ausschließen“, sagte Polizeisprecher Lindemann. Es gebe dafür allerdings keine belastbaren Erkenntnisse – ebensowenig wie für eine Entführung oder ein Gewaltverbrechen. Auch für einen Einbruch habe die Spurensicherung keinen Beleg gefunden.

Polizei veröffentlichte mehrere Fotos der vermissten A.

Noch am Wochenende hatte sich die Polizei zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Die Beamten der Ermittlungskommission veröffentlichten ein neues Foto, das die Gymnasiastin zusammen mit ihrem sandfarbenen Labradoodle zeigt. Schließlich steht für die Polizei fest, dass das Mädchen ihr Elternhaus am Mittwoch in Begleitung des Vierbeiners verlassen hat. Vielleicht könnten sich Zeugen an das Duo erinnern.

Solche Hinweise sind nun zum Glück nicht mehr nötig. Offenbar habe sich die Kölner Verwandte gleich bei der Polizei gemeldet, als das Mädchen bei ihr auftauchte, heißt es in Essen. Die Kölner Kollegen seien sofort zu A. gefahren, am Abend machten sich auch die Essener Beamten auf den Weg nach Köln. (mit dpa)

Christina Wandt und Jörg Maibaum

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Vermisste 15-Jährige zurück - "Keine Hinweise auf Straftat"
Vermisste 15-Jährige zurück - "Keine Hinweise auf Straftat"
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2016-01-25 09:06
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