Verkauf von Feuerwerk startet in Essen so gut wie nie

In Essen werden Feuerwerkskörper in der Eishalle verkauft.
In Essen werden Feuerwerkskörper in der Eishalle verkauft.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Verkauf von Feuerwerkskörpern in der Eissporthalle Essen-West ist so gut angelaufen wie nie. Schon am ersten Morgen standen die Kunden Schlange.

Essen.. Der Jahreswechsel 2014/15 in der Stadt wird laut und bunt – zumindest wenn sich der Trend des ersten Verkaufstages in Essens wohl einzigem reinen Feuerwerkskörper-Sale in der Eissporthalle Essen-West fortsetzt. Hier warteten die Kunden schon in den Morgenstunden darauf, dass sich die Türen endlich öffneten. „Wir hatten um 7.20 Uhr eine Riesenschlange vor der Tür. Das war noch nie so“, freut sich Organisator Thomas Schiemann. Bereits seit 19 Jahren steht er vom 29. bis zum 31. Dezember – den einzigen drei legalen Verkaufstagen für Feuerwerk – an den Türen der Eissporthalle, beantwortet die zahlreichen Fragen der Kunden, schließt die Pforten wenn es zu voll wird und achtet natürlich streng auf das Rauchverbot.

Doch mit so viel Ansturm hatte der ehemals langjährige Präsident der Mosquitos dann doch nicht gerechnet. Auch einige Stunden nach dem Verkaufsstart ist der recht kleine Raum neben dem Fanshop ziemlich voll. Ein junges Pärchen wägt gerade ab, ob es das neue Jahr lieber mit der 50-Schuss-Pfeifbatterie für 45 Euro begrüßen soll, oder ob es schon das 25-Schuss-Schnellfeuerwerk für 29 Euro tut. Ein kleiner Junge – Minderjährige dürfen nur mit Erwachsenen eintreten – versucht noch ein paar Päckchen Zisselmännchen (1 Euro) zusätzlich beim Vater herauszuschlagen. Ein, möglicherweise schwerhöriger, Herr hält einen Karton Kanonenschläge (2 Euro) unter dem Arm.

"Überwiegend kaufen wir für den Kleinen ein“

Ein bisschen wie bestellt und nicht abgeholt steht Marcus Litzka (45) am Rande. Kein Wunder, dass er gerade abgemeldet ist. Sohnemann Devin (11) wühlt im Angebot und der Papa wird erst wieder an der Kasse gebraucht. „Wir kommen jedes Jahr her, die Auswahl ist einfach klasse. Überwiegend kaufen wir für den Kleinen ein“, erzählt der Vater. Doch eine Luxus-Rakete gönnt sich Marcus Litzka auch.

Und kauft damit laut Organisator Schiemann ein wenig gegen den Trend. „Der geht wieder in Richtung der großen Batterien. Die Leute möchten gerne ein Mal zünden, und sich dann das Feuerwerk am Stück ansehen.“ Der Mercedes in seinem Angebot ist dann natürlich auch so ein Mini-Mörser, der „Amboss“: 451 Schuss für 79 Euro. In zweieinhalb Minuten ist der Zauber vorbei. „Das ist aber schon ein richtiges Feuerwerk“, so Schiemann.

„50 Euro sollen es schon werden“

Etwas „ruhiger“ lässt es Daniel Grabe angehen, er hält eine Batterie für sechs Euro in der Hand. „Das ist aber nur der Anfang“, stellt der 18-Jährige klar. 30 bis 40 Euro will er sich das „Neujahrskonzert“ kosten lassen, sein Freund David Gräf (18) rechnet noch mit etwas mehr: „50 Euro sollen es schon werden.“ Damit läge er so ziemlich im Schnitt. „Natürlich gibt es auch größere Einkäufer, aber auch viele Eltern mit günstigerem Kinderfeuerwerk“, erläutert Kassiererin Anja Sellin.

Sie wird mit ihrem eigenen Sohn auch wieder zur silvesterlichen Nachtbeleuchtung beitragen, u.a. eine Batterie hat sie sich schon gesichert. Damit es auch schön bunt wird um 0 Uhr – und laut.