Verdi wirft der Evag Tarifflucht vor

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi schlägt Alarm: Konkret geht es um die Absicht von Evag-Vorstand Michael Feller, die Hauptkasse am Betriebshof Stadtmitte vom heutigen 1. Juli an dauerhaft zu schließen. Elf Beschäftigte müssten ihren angestammten Arbeitsplatz aufgeben; ihre Arbeit soll künftig ein externer Dienstleister erledigen, beklagt Verdi. Gewerkschaftssekretär Rainer Sauer wirft der Evag Tarifbruch vor. Mit Abschluss des Tarifvertrages 2007 sei ausdrücklich vereinbart worden, dass Maßnahmen der Restrukturierung nicht mit dem Ziel der Privatisierung durchgeführt werden dürften. Doch genau das soll hier passieren. „Hier geht es klar um Privatisierung und das Ziel, Arbeitsplätze im Betrieb abzubauen“, beklagt Sauer.

Evag-Sprecher Olaf Frei bestätigte auf Anfrage der Redaktion, dass die Hauptkasse geschlossen wird und begründete dies mit den Sparvorgaben der Stadt. Den Vorwurf des Tarifbruchs wies Frei jedoch zurück. „Alle betroffenen Mitarbeiter verbleiben im Unternehmen“, so Frei. Der Evag-Sprecher bestätigte aber, dass die Arbeitsplätze auf dem Weg der natürlichen Fluktuation abgebaut werden sollen. Es handele sich dabei um eine Entscheidung die von Via getroffen worden sei, also gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben in Mülheim und Duisburg.