Verdi verärgert über Sigmar Gabriel

Enttäuschung bei der Gewerkschaft Verdi über Sigmar Gabriel: Der Bundeswirtschaftsminister zeigte der Gewerkschaft bei seinem Besuch am Montag in Essen die kalte Schulter. Die Verdi-Vertrauensleute bei RWE wollten Gabriel vor der Philharmonie einen Appell für „Gute Arbeit in der Energiewirtschaft“ überreichen. Doch zu einem Treffen kam es nicht: „Leider war Sigmar Gabriel nicht bereit, mit den Gewerkschaftern zu sprechen. Er nahm den Appell nicht entgegen. Das ist sehr enttäuschend“, erklärte gestern Heike Bruckmann, Vorsitzende der Verdi-Vertrauensleute bei RWE. In ihrem Appell fordern sie den Schulterschluss von Politik und Energieversorgern beim Thema Energiewende. Sie sehen tausende Arbeitsplätze in der Energiewirtschaft in Gefahr. „Zur Energiewende gibt es keine sinnvolle Alternative – aber sie muss sozial und gerecht flankiert sein“, so die Essener Gewerkschaftssekretärin Sabine Morgenroth. Die Verdi-Vertrauensleute von RWE vertreten in Essen, als einem der größten RWE-Standorte in NRW, die Interessen von über 6000 Beschäftigten aus 18 Betrieben.