Verdi ruft zur Demo gegen Evag-Sparpläne

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat unter dem Motto „Stoppt den drohenden Kahlschlag bei Bus, Bahn und den Evag-Arbeitsplätzen“ zu einer Demonstration gegen die dort drohenden Sparpläne aufgerufen. Am Mittwoch ab 14 Uhr will man zusammen mit Bürgern und der Belegschaft des Verkehrsunternehmens vor dem Rathaus am Porscheplatz protestieren. Dort beginnt eine Stunde später die Ratssitzung.

Schon seit Wochen machen mögliche Sparszenarien bei der Evag die Runde. Äußerungen des Vorstandes, dass Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen nun doch eine Weiterbeschäftigung in Aussicht gestellt wird, gehen Verdi nicht weit genug: „Die Gefahr ist längst nicht gebannt“, betont der für den Nahverkehr zuständige Gewerkschaftssekretär Rainer Sauer.

Für viele der 200 befristet Beschäftigten bleibe die Zukunft ungewiss. Zudem werde sich ein drohender „Kahlschlag“ nachteilig auf Arbeitsbedingungen, Belastung und Einkommen der gesamten Belegschaft auswirken, so Sauer. „Während die Verantwortlichen im Rathaus es mit der Verantwortung nicht immer so genau genommen haben, hat die Belegschaft immer ihr Bestes gegeben, um den Nahverkehr in Essen aufrecht zu erhalten“, sagt Sauer. Fahrgäste müssten sich auf erhebliche Veränderungen einstellen und würden in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Sauer: „Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie der Nahverkehr in unverantwortlicher Weise vor die Wand gefahren wird.“

7.000 Bürger hätten den Aufruf „ Rettet Essener Bus und Bahn“ unterzeichnet, und wer zur Demo kommen will, kann das auch mit dem Nahverkehr: Die Evag-Belegschaft ist zwar zur Teilnahme aufgerufen, der Betrieb wird deshalb aber nicht eingeschränkt.