Vegetarier und Veganer trafen sich zum "Stammtisch Ruhrgebiet" in Essen
07.02.2011 | 13:42 Uhr 2011-02-07T13:42:00+0100
Essen. Der Vegetarische Stammtisch Ruhrgebiet macht unregelmäßig in Essen Halt. Grund dem Treff, der dem Info- und Erfahrungsaustausch dient, einen Besuch abzustatten. Das Interesse an fleischloser Ernährung steigt.
Samstagabend im Südviertel: In einem Restaurant sitzt eine 20-köpfige Gruppe an einem Tisch. Junge und Alte, Frauen und Männer, Studenten, Berufstätige, Rentner, Paare, Singles. Sie unterhalten sich, lachen, essen – eine alltägliche Szene, an der einem eigentlich nichts Ungewöhnliches auffällt. Auf den ersten Blick würde der Beobachter nicht auf die Idee kommen, dass es sich bei ihnen um Vegetarier oder Veganer handelt. Nur der Ort – das „Zodiac“ mit ausschließlich vegetarischer, teilweise veganischer Küche – und der Anlass, der monatliche Vegetarische Stammtisch im Ruhrgebiet, geben Aufschluss über ihr gemütliches Treffen.
Interesse steigt
In Zeiten von Dioxin- und anderen Lebensmittelskandalen sind die Stammtischler es gewohnt, dass sie in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. „Die Interessentenzahl für den Newsletter, den ich verschicke, ist zuletzt stark gestiegen“, berichtet Ralf Schmidt vom Vegetarier-Bund in NRW. Er dient als Ansprechpartner für Neulinge. Von denen sind an diesem Abend einige zugegen. Im Laufe des Abends kommen weitere hinzu. Knapp 30 Gäste verteilen sich am Ende auf die knapp bemessenen reservierten Plätze im Restaurant. Sie kommen aus Essen, den Nachbarstädten, vom Niederrhein oder aus dem Düsseldorfer Raum.
Was ist jedoch das Besondere am vegetarischen Stammtisch? Was unterscheidet ihn von deutscher Stammtisch-Kultur? Ein deftiger Schweinebraten mit Klößen oder eine Bulette mit Senf kommen zwar nicht auf den Tisch, aber Bier, wenn auch Bio, ist selbstverständlich zu finden. „Uns geht es darum, Gleichgesinnte zu treffen und in ein Restaurant zu gehen, in dem wir uns wohlfühlen“, sagt ein Mittdreißiger-Pärchen aus Witten. Die Möglichkeiten seien rar gesät, in Essen gebe es neben dem „Zodiac“ noch das „Delicious“ in Holsterhausen und den Imbiss „Why so serious“ in Frohnhausen, die vegetarische Kost anbieten.
Erfahrungsaustausch steht im Vordergrund
„In gewöhnlichen Restaurants oder Betriebskantinen gibt es vielleicht zwei vegetarische Gerichte zur Auswahl. Eins ist doch meistens Tiefkühlgemüse mit Sauce hollandaise“, meint der Mann sarkastisch. Er selbst beschreibt sich als „Flexitarier“, vollkommen auf Fleisch verzichtet er nicht. Zu den beiden Wittenern hat sich ein Trio aus Meerbusch gesellt, das zum ersten Mal dabei ist. Man spricht über
Für Vegetarier gilt das bekannte Zitat „Ich esse nichts, was Augen hat“ von Paul McCartney. Veganer gehen noch weiter, sie essen keine tierischen Produkte. Milcherzeugnisse und Honig sind tabu. Auch tierisches Leder lehnen sie ab. „Den Stammtisch Ruhrgebiet gibt es seit rund 15 Jahren“, erklärt Ralf Schmidt vom Vegetarier-Bund. Am ersten Samstag im Monat komme man zusammen, nächstes Mal am 5. März in Düsseldorf im „Sattgrün“. Info und Anmeldung: ralf.schmidt@vebu.de.
vegetarische Restaurants und Rezepte, gibt Empfehlungen, tauscht Erfahrungen darüber aus, wie man dazu gekommen ist, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. „Ich habe mit 43 einen Film mit Paul McCartney über die Ausbeutung von Tieren und den Umgang in Schlachthöfen gesehen, da habe ich die ,Wahrheitspille’ geschluckt“, erzählte eine 45-jährige Meerbuscherin den Wandel in ihren Essgewohnheiten.
„Stück für Stück merkt man dann seine eigene Inkonsequenz. Erst geht man in den Bio-Laden, isst kein Fleisch mehr, hinterfragt immer mehr, wie Tiere für das fertige Produkt leiden mussten“, formuliert es die Bankangestellte. Für viele der Anwesenden hängen Vegetarismus, Veganismus und Tierschutz zusammen und werden in einem Atemzug genannt. Aber womit sie wohl am meisten kämpfen, bisweilen auch hadern, ist die Intoleranz, die ihnen als Minderheit von Verwandtschaft, Freunden und Arbeitskollegen entgegenschlägt.
Vorwurf der Mangelernährung
„Wie, du isst kein Fleisch?“ sei eine dieser Reaktionen. „Die Leute bekommen suggeriert, Fleisch wäre gesundheitsrelevant“, findet die 45-Jährige. Ihre Sitznachbarn nicken zustimmend. „Der Vorwurf der Mangelernährung taucht auch immer wieder auf. Sehen wir denn müde, schlapp oder eben nicht vital aus? Nein!“, wirft ein Mann ein.
An Argumenten für ihre Essweise mangelt es den Stammtischlern nicht, aber nicht jeder ernährt sich vegetarisch aus den selben Gründen – für die Anwesenden ist das ein feiner Unterschied. „Die einen mögen einfach kein Fleisch, wiederum andere vertragen es nicht, dann gibt es die Tierschützer, diejenigen, die es aus gesundheitlichen oder auch ökologischen Gründen meiden“, resümiert ein 30-Jähriger aus Hagen.
Auch wenn die meisten Stammtisch-Gäste erzählen, dass sie öfters gegenüber anderen in eine Abwehrhaltung geraten, möchten sie niemanden bekehren. Mehr Austausch wünschen sie sich schon. Eine 25-jährige Essenerin bringt es auf den Punkt: „Auch Fleischesser sind bei uns herzlich willkommen. Das wäre echt super, wenn mal einige kommen würden.“

15:30
Wenn man die täglichen Bilder der Medien verfolgt, in welchen man die zerfetzten Menschen im Krieg oder durch Unfälle, sieht, oder das Leid in den Krankenhäusern, dann begreift man warum! Und das ist gut so.
09:32
Ich bedanke mich bei der Geldgeilen Lebensmittelindustrie Weltweit.
Immerhin bin ich seit einigen Jahren dabei meinen Fleischkonsum zu reduzieren.
Mit dem Ergebnis, das ich es endlich geschafft habe, selbst auf Wurst als letzte noch konsumierte Ware zu verzichten.
Außerdem muss ich feststellen das es mir seit einem Jahr, wo ich dieses Gift nicht mehr nutze auch merklich gesundheitlich viel besser geht.
Zumal ich unser Fleischkonsum mittlerweile Abartig finde.
Mir geht es nicht um die armen geschundenen und gequälten Tiere.
Mir geht es einzig und allein um mich.
Ich habe mir mal vorgenommen gesund zu Sterben.
13:47
Tier-, Mensch- und Umweltschutz = fleischlose Ernährung.
95% der verzehrten Fleisch- und Wurstwaren kommen aus tierquälerischer Massentierhaltung, in der Tiere ohne Betäubung verstümmelt werden, eingesperrt, in dunkle viel zu enge Ställe.
Dann folgt der furchtbare Transport zum Schlachthof, kreuz und quer durch Europa. Im Schlachthof sterben die Tiere dann - im Sekundentakt – Akkordschlachtung!!
Lt. eines Frontal21 Berichts werden 200.000 Rinder bei lebendigem Leib die Beine abgesägt und 500.000 Schweinen bei lebendigem Leib mit kochendem Wasser überbrüht.
Solch intelligente Wesen, die die Todesschreie ihrer Artgenossen hören und den Blutgeruch riechen. Panisch vor Angst.
Wie kann man so eine gequälte Kreatur essen wollen?
10:04
Tierschutz = artgerechte Haltung, fachgerechte Schlachtung, appettiliche Präsentation in der Fleichtheke, leckere Zubereitung.
21:16
Sechs Millionen Menschen leben in Deutschland vegetarisch, zehn Prozent davon sind sogar Veganer. Veganer: Essen grundsätzlich nichts, das einmal gelebt hat, verzichten auf Produkte, die von Tieren stammen, z. B. Eier, Honig, Milch, Joghurt, Butter. Dazu tragen sie kein Leder, keinen Pelz, verwenden keine Daunenkissen oder -jacken. Durch die Lebensmittelskandale mit dioxinverseuchten Eiern und Fleisch überlegen sich viele Menschen, ob sie ganz auf Fleisch- und Tierprodukte verzichten sollen. Durch den Verzicht auf Fleisch kann Krankheiten wie Gicht, Diabetes Arteriosklerose, Bluthochdruck, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt werden. Außerdem soll sich durch den Fleischverzicht die Haut verbessern. Auf der Homepage des Vegetarierbund Deutschland (www.vebu.de) gibt es alle Infos und Broschüren mit vegetarischen und veganen Rezepten.
19:03
Da die Autoren sich offenbar keinen Dden leisten können, ein wenig Nachhilfe: es heißt vegan, nicht veganisch. http://maqi.de/glossar/veganisch