Das aktuelle Wetter Essen 25°C
Spielemesse

Unterwegs mit einem Spiele-Fan auf der Spielemesse Essen 2012

18.10.2012 | 19:13 Uhr
Unterwegs mit einem Spiele-Fan auf der Spielemesse Essen 2012
Spielen auf der Spielemesse: Da ist Kai Mahnert (re.) in seinem Element.Foto: Olaf Fuhrmann

Essen.  Unterwegs mit einem Spiele-Fan: Kai Mahnert nimmt sich für die Spielemesse in Essen extra frei. Vier Tage lang gibt es für ihn nur eins: Spielen! Auf der Veranstaltung entdeckt er nicht nur die Neuigkeiten der Branche, er gibt auch einige hundert Euro für Spiele aus.

Kai Mahnert war am Donnerstagmorgen viel zu spät dran, weil er lange einen kostenlosen Parkplatz suchen musste . Ein Fehler, mit dem Auto zu kommen, wenn man auf die Spielemesse will, sagt er. Als er 20 Minuten nach 10 Uhr auf den Eingang Ost zusteuert, stehen dort immer noch Hunderte Leute vor den Kassen, die wie er nur ein Ziel haben: „Auf zum Spielen!“

Kai Mahnert war clever, hat sich sein Ticket schon vorher gekauft. Der 35-Jährige ist Profibesucher. Die „Spiel“ gehört seit Jahren fest in seinen Terminkalender . Er ist jeden Tag dort, vier Tage lang, von 10 Uhr morgens bis abends, wenn die Türen schließen. „Als ich vor meiner Selbstständigkeit angestellt war, hab ich gleich im Januar Urlaub für die Spielemesse im Oktober beantragt“, erzählt der Essener. Dieses Jahr muss seine Freundin Rijane am Samstag allein in den Urlaub starten. Er kommt nach - wegen der Spielemesse.

Mit spitzen Ellenbogen unterwegs

Kai Mahnert stopft seine Jacke in den grünen Stoffrucksack. Außer Geldbörse und einer Flasche Wasser ist da nichts drin - noch nicht. „Da muss noch genügend Platz sein für die Spiele, die ich kaufen will.“

In den Hallen sind am Mittag alle Tische an den Ständen besetzt, Menschen würfeln, legen Karten, schieben Figuren auf Spielbrettern. Kai Mahnert liebt diese Atmosphäre: „Selten kommen so viele Leute an einen Ort, einfach um Spaß zu haben.“ Kinder, Jugendliche bis hin zu Opa und Oma - das Publikum ist bunt wie die Messe selbst. Auf den Gängen wird es von Stunde zu Stunde enger. Kai Mahnert ist gelassen: „Heute ist es noch relativ leer. Am Wochenende muss man die Ellenbogen anspitzen.“

Er steuert auf den Stand des Tischspiele-Herstellers Weykick zu: Auf das Eishockey-Spiel hat er es abgesehen. Er hat Glück: An einem der Tische spielen drei Jugendliche, vier Spieler wären besser. So kommt Kai Mahnert ins Spiel. Wenn er mehr Platz hätte, hätte er vielleicht auch dieses Spiel zu Hause. Aber der Schrank in der Diele sei schon voll. 70 Spiele, schätzt er, hat er zu Hause. Viele habe er im Laufe der Jahre verschenkt. Sonst wären es deutlich mehr.

Strategiespiele auf der Wunschliste

Sein Blick wandert über einen riesigen Verkaufsstand einer Kaufhaus-Kette. „Die haben sagenhafte Preise. Daran komm auch ich nicht vorbei.“ 300 bis 400 Euro will der Kommunikations- und Marketingberater wieder auf der Messe ausgeben. Auf seiner Wunschliste stehen vor allem Strategiespiele. „Ich bin ein Impuls-Käufer. Erst probiere ich, bevor ich kaufe.“ Andere dagegen liefen von vornherein mit Wunschlisten durch die Hallen. Apropos laufen: Für Dienstag hat sich Kai Mahnert einen Massagetermin geben lassen. Füße und Rücken werden es brauchen.

Janet Lindgens


Kommentare
Aus dem Ressort
Essener (30) bei Unfall auf A43 lebensgefährlich verletzt
Unfall
Bei einem Unfall in der A43-Abfahrt Bochum-Gerthe ist am Mittwoch ein 30-jähriger Mann aus Essen lebensgefährlich verletzt worden. Ein 45-Jähriger aus Herne wurde leicht verletzt. Das Auto war in der Kurve von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt.
Durchschnitts-Note für Essener Verkehrsschilder
Straßenverkehr
Bundesweiter Vergleich: Essen landet unter zwölf Großstädten im Mittelfeld. Verein überprüft Sauberkeit und Lesbarkeit von Verkehrsschildern in der Innenstadt und in den Stadtteilen. Etwa alle acht bis zehn Jahre wird ein Schild in Essen erneuert.
„Experiment zeigt, wie Einzelne manipuliert werden können“
Galileo
Der Psychologe Prof. Thomas Kliche betreut die Glascontainer-Sendung von ProSieben auf dem Essener Burgplatz. Er erklärt, was mit dem Experiment aufgezeigt werden soll.
Junge Libanesen nicht als religiöse Fanatiker brandmarken
Nahost-Konflikt
Auf Pro-Palästina-Demos entlade sich auch die Wut geduldeter Libanesen, sagt Ratsherr Ahmad Omeirat (Grüne) aus Essen. Kein Fall von Volksverhetzung sei zu entschuldigen, aber den Jugendlichen müsse man nicht nur mit Härte. sondern auch mit Bildung begegnen.
Ärger um Müll und Wildpinkler am Essener Niederfeldsee
Probleme
Der Niederfeldsee ist als Ausflugsziel in Altendorf derzeit nicht für alle Bürger eine Wohlfühl-Oase. Auf den Wiesen liegt Müll, an den Ufern sind die mühsam gesetzten Pflanzen plattgetreten. Schwimmer ignorieren das Badeverbot, sie springen und pinkeln laut Augenzeugen von der Brücke in den See.
Umfrage

Sollte die Stadt Essen die Steuern für Unternehmen senken?

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Fotos und Videos
Das Univiertel, Essen Grüne Mitte
Bildgalerie
100 Orte
Überwachungs-Experiment
Bildgalerie
Glascontainer