Unternehmerin Schrammek ist gestorben

Hobby und Beruf hat sie nie getrennt. Dieses Erfolgsgeheimnis hat die international anerkannte Kosmetik-Unternehmerin Christine Schrammek an die über 10.000 Absolventinnen ihrer Fachschule für dermatologische Kosmetik weiter gegeben. Zwei Monate vor Vollendung ihres 98. Lebensjahres ist die Pionierin der professionellen Schönheitspflege jetzt gestorben.

Im polnischen Kattowitz hat sie nach dem Krieg ihr erstes Institut eröffnet. Das Medizinstudium in Wien hatte sie wegen des Krieges abgebrochen. Sie ging damals auch in Fabriken und schminkte Arbeiterinnen. Neue Ideen, Mut und Fleiß zeichneten sie auch aus, als sie in den 1960er Jahren nach Essen kam. Aus eher bescheidenen Anfängen ist später in der Kibbelstraße ein Kosmetik-Imperium geworden, das heute ihre Tochter, die Hautärztin Dr. Christine Schrammek-Drusio, leitet.

Auf Kongressen im In- und Ausland war sie gern gesehene Referentin. Heute gibt die Tochter dort Wissen und Methoden des Fortbildungszentrums weiter. Die von „den Schrammeks“ entwickelten Produkte sind international begehrt. Ihr soziales Engagement wird selbst nach dem Tode deutlich: Statt Blumen und Kränzen wird um Spenden für das Friedensdorf International Oberhausen gebeten, das neben der „Aktion Sorgenkind“ und Russland-Aktionen von der Essener Unternehmerin großzügig unterstützt wurde.

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