Unternehmen wollen Flughafen privatisieren
16.08.2010 | 05:00 Uhr 2010-08-16T05:00:00+0200
Essen/Mülheim.Sieben Unternehmen am Flughafen Essen/Mülheim wollen sich zusammenschließen und den Flughafen privat betreiben. Mit diesem Vorstoß reagieren sie auf den Ausstiegsbeschluss des Mülheimer Rates.
Der Flughafen Essen/Mülheim wird in Zukunft vielleicht privat betrieben: Dafür wollen sich sieben Unternehmen stark machen. Im Essener Rathaus stößt das Angebot auf Überraschung: „Mit uns hat noch niemand gesprochen.“ „Nur das falsche Handeln der politisch Verantwortlichen hat bisher dazu geführt, dass die Weiterentwicklung des Flughafens seit über 30 Jahren immer wieder unterlaufen wurde“, sagt Wolfgang Vautz, Chef des Schul- und Charterfliegers VHM. „Deshalb möchten wir den Flughafen privatisieren. Wir sind in der Lage, den Flughafenbetrieb zu übernehmen, sagen alle Unternehmer am Flughafen einhellig.“ Nach seiner Einschätzung würden auch „weitere große Unternehmen, die sich für den Flughafen interessieren, dazukommen“.
Die Unternehmen machen noch einmal ihre Rechnung auf: 160 Arbeitsplätze direkt am Flughafen, 273 davon abhängige Jobs. Die auf die Gehaltssumme von 12,5 Mio Euro gezahlten Steuern „übertreffen die von der öffentlichen Hand gezahlten Betriebskostenzuschüsse um ein Vielfaches.“
Rat müsste zustimmen
Da in den letzten Jahren wichtige Investitionen in die Flughafeninfrastruktur getätigt wurden, könne der Flughafen in seiner jetzigen Form für die nächsten Jahre sicher betrieben werden: „Dazu benötigen wir keine Steuergelder“, sagt Vautz.
Nach dem Mülheimer Ausstiegsbeschluss und der Koalitionsvereinbarung der rot-grünen Landesregierung sind erstmals alle drei Gesellschafter (Stadt Essen, Stadt Mülheim, Land NRW) für einen Ausstieg aus dem Flughafenbetrieb und könnten ihn mit einem einstimmigen Gesellschafterbeschluss auch erreichen. Technisch funktioniert eine Übernahme so, dass die Unternehmen der Stadt Essen ihre Gesellschafteranteile abkaufen. Diesem Geschäft müsste der Rat der Stadt vorher zustimmen.
08:38
@22: das piloten behaupten, ihre flugzeuge würden nicht laut sein und man könne sich an den lärm gewöhnen, ist ja klar. ich empfehle sich immer wieder mit dem hammer auf den daumen zu schlagen -an den schmerz gewöhnt man sich auch!
aber wartet nur, bald greift die lärmschutzverordnung der eu, dann werden wir ja sehen an was man sich gewöhnen muss.
02:11
@21 Das Problem ist ja das es ehrlich gesagt keinen wirklichen Fluglärm der von Essen/Mülheim rüberkommt gibt. Wenn in Düsseldorf die Flieger nach Osten Starten, hört man jeden Airbus über Mülheim Ost und Essen Süd donnern. Dagegen sind die kleinen Jets doch nur Peanuts, an die normale Menschen sich doch gewöhnen sollten. Oder kommt bald eine A52 Reform à la die Bahn muss weg, lasst und alle durch die Dörfer fahren.
Zu den Ballungsgebieten Rhein/Ruhr gehören sehr wohl noch Düsseldorf und Köln. Und wenn die Flieger aus Dortmund, Köln und Düsseldorf schon stören, wieso soll man dann auch noch die kleinen Maschinen verbieten? Eine Verringerung der Bewegungen an den anderen Airports in der Region hat doch viele positive Seiten. Seien wir doch alle nicht so egoistisch und gönnen den Leuten die in einer wirklichen Einflugschneise Wohnen ein paar Minuten mehr Ruhe. Das sage ich als Essener in Flughafennähe.
02:11
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12:09
@20: Es ist wie immer.. keine Argumente haben und dann auf (unsinnige) Totschlagphrasen kommen..
Der Flugplatz Essen/Mühlheim ist ein Flugplatz und kein Flughafen. Er hat nichts, aber auch gar nichts, mit Urlaubsreisen zu tun. Weswegen fragen Sie also in diesem Zusammenhang danach?
Die kleine Düse wurde bereits verboten, denken Sie wirklich es gäbe eine Chance für größere Düsen?
Sie sprechen vom Ballungsraum Ruhrgebiet. Richtig so! Da hat Düsseldorf nichts drin zu suchen. Weswegen also wieder diese unsinnige Verknüpfung von Themen?
In direkter Umgebung zu Essen gibt es einige Flughäfen, die sich bereits in Finanznöten befinden.. Geben wir, als Ballungsgebiet Ruhrgebiet, unseren Nachbarn in Dortmund und Bottrop eine Wachstumschance- falls es die überhaupt gibt.
Nein, beim Flugplatz Essen/Mülheim geht es um eine Beseitigung der Lärmbelästigung, welche durch sinnlose Privatflüge, einiger weniger Personen, entsteht und mehrere Stadtteile in Essen und Mülheim betrifft.
23:44
@ dschidschi, man könnte annehmen sind Sie Rentner. Nun gut, Sie können ja nichts dafür, aber anstatt Ihre doch so wertvolle Zeit mit nörgeln und meckern zu verbringen, rate ich Ihnen doch am besten direkt aus dem Ruhrgebiet wegzuziehen. Wir alle leben (mehr oder weniger noch) in einem der größten Ballungsgebiete Europas, da ist es doch klar, dass man mit der Zeit gehen muss und expandiert. Wie es bereits erwähnt wurde, ist der Düsseldorfer Flughafen mehr als überlastet (wer sich mit dem Thema nicht auskennt, dem rate ich das Worts Slot in eine ihm überlassene Suchmaschine einzugeben) und es ist mehr als schwierig in das tägliche Raster reinzukommen. Nun bitte ich alle lieben Fluglärmgegner, mal die Hand aufs Herz und Butter bei die Fische, sind Sie in Ihrem ganzen stresserfüllten Leben schon einmal in ein Flugzeug gestiegen? Wenn dies so sein sollte, dann überlegen Sie sich bitte doch ein neues Thema über das Sie sich (diesmal aber ohne Lärm und ganz in Ruhe) aufregen können. Ein fliegender Fluglärmgegner ist nicht realistisch.
Eine Privatisierung des Flughafens in Essen/Mülheim wäre seit 30 Jahren ein erster, guter Schritt in die richtige Richtung.
Ich wünsche allen eine geruhsame Nacht! Dieser sollte jedenfalls nicht entgegenstehen, schließlich schließt der Flughafen gegen 22 Uhr.
PRO PRIVATISIERUNG DES FLUGHAFENS ESSEN/MÜLHEIM!
06:49
@18:
Das einzig nicht widerlegbare Argument, dass Sie benutzen, ist die Frischluftschneise. Diese kann und muß nach der endgültigen Schließung des Flugplatzes erhalten bleiben. -Dafür sorgen schon allein die Bebauungspläne der Städte Essen und Mülheim.
Für alle anderen Behauptungen Ihres blogs fehlen sämtliche Beweise.
Füllen Sie Ihre heiße Luft in Ballons, solange Sie noch fliegen dürfen!
00:55
Ich finde das Privatisieren des Flughafens Essen / Mülheim sehr gut und stimme der Argumentation der am Flughafen ansässigen Unternehmen im vollen Umfang zu!
Die Erfahrung zeigt auch, daß private Flughafen-
Betreiber mehr Ahnung von diesem Geschäft haben als die öffentliche Hand, die allzu oft aus unfähigen und korrupten Landes- und Kommunal-Politikern und -Beamten besteht, die meist noch nichtmals wissen, was Privat-Wirtschaft / Betriebswirtschaft bedeutet und alles andere als für das Allgemeinwohl handeln!
Und das Allgemeinwohl liegt beim Flughafen Essen / Mülheim eindeutig in einem dauerhaften Erhalt des Airports und seine volle wirtschaftliche Nutzung, die Arbeitsplätze sichert und neue schafft und die öffentlichen Kassen sowie somit die Steuerzahler entlastet! Auch wird durch Erhalt der wichtigen Frischluftzufuhr-Schneise, die der Flughafen bietet, die Umwelt in dieser Gegend nachhaltig geschützt!
12:59
@#2: Kinder sollten hier keine Kommentare abgeben...
@#3: Schön, dass ihr ein neues Hobby gefunden habt, Lesen geht ja immer, auch wenn man schon taub geworden ist (Welcher Fluglärm? Der, den ihr wohl nicht mehr hören könnt...)
Seit ich 2003 nach Stadtwald zum Uhlenkrug gezogen bin, weiss ich erst, wieviel Lärm schon die kleinsten Flieger machen können - es hört sich an, an flögen sie mitten durch mein Wohnzimmer.
Wohlgemerkt, Stadtwald, ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass man dort schon in der Flugschneise wohnt, sonst hätte ich mir das sicher überlegt.
Unterhaltungen auf dem Balkon müssen oft unterbrochen werden, und ich finde es höchst uninteressant, was da so startet und landet, käme sicher nie auf die Idee, mich darüber zu informieren, was mich da so belästigt.
Ich kann #1 und #4 nur zustimmen, den Flughafen braucht keiner wirklich, Düsseldorf ist nah genug.
12:03
Jetzt die Ruhr ausbaggern und eine U-Bootflotte ins leben rufen, damit die Nutzer des Dorfflugplatzes unerkannt in die Luefte steigen koennen.
Oder vielleicht noch Heissluftballone als Zubringer nach D.doof M.Glad. Paderborn Dortmund Osnabrueck Koeln Bonn einsetzen.
Oerlinghausen Leverkusen Segelflugplatz.
11:28
Bin grundsätzlich für eine Privatisierung, aber mit angemessenen Auflagen.
Keine Steuergelder mehr. Grund bleibt Eigentum der Städte gegen angemessene Pacht. Er bleibt Kleinflughafen nur Privat und Charter.